Diese Kerle haben Nerven!

Die drei von der Baustelle (Bild re.): Punkt 7 Uhr früh geht es für das Bagger- Team nach oben. Die linke Esse wird abgetragen, die rechte bleibt stehen. Aues „Skyline“ verändert ihr Gesicht.
Die drei von der Baustelle (Bild re.): Punkt 7 Uhr früh geht es für das Bagger- Team nach oben. Die linke Esse wird abgetragen, die rechte bleibt stehen. Aues „Skyline“ verändert ihr Gesicht.

Aue - Was für ein irrer Job hoch über den Dächern von Aue: In gut 120 Metern Höhe steht der Bagger von Phillip Müller auf einem Schornstein. Dort baggert er die alte Esse der Nickelhütte ab.

Die Arbeitsfläche in der Höhe misst gerade einmal 4,50 Meter im Durchmesser. Dort bedient Phillip Müller mit zwei Kollegen den Abrissbagger. Der steht auf fünf Füßen und frisst sich täglich etwa vier Meter tiefer.

Donnernd krachen mächtige Betonstücke im Inneren des Schlotes zu Boden. Alle zwei Tage werden da die Brocken wieder herausgeholt.

Knapp fünfzig Meter des 20 Zentimeter dicken Betons haben die waghalsigen Schornstein-Demontierer bereits abgebaut. Denn die alte Esse der Nickelhütte war vor vier Wochen noch 170 Meter hoch. Und wird seit über 20 Jahren nicht mehr gebraucht.

Ursprünglich wurde auch über eine Sprengung nachgedacht. Doch mit dem Chemiebetrieb, einer Bahnstrecke, dem Gewerbegebiet und dem Zoo in der Nachbarschaft erschien das zu riskant.

Deshalb wurde eine Spezialfirma aus Cloppenburg engagiert. Phillip Müller und seine Kollegen fahren frühmorgens mit dem Fahrstuhl zur Spitze und bleiben den ganzen Tag da oben. Doch sie kommen dem Boden immer näher...

Hoch über den Dächern von Aue kommt es immer wieder zu wagemutig wirkenden Szenen. Die Arbeiter sind aber gesichert.
Hoch über den Dächern von Aue kommt es immer wieder zu wagemutig wirkenden Szenen. Die Arbeiter sind aber gesichert.

Fotos: Klaus Jedlicka


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