Täter vom Frankfurter Bahnhof lebt in der Schweiz und ist selbst Vater

Zürich/Frankfurt am Main - Neue Einzelheiten zum Fall des Tötungsdeliktes am Frankfurter Bahnhof: Der mutmaßliche Täter hat bis zuletzt im Kanton Zürich in der Schweiz gelebt.

Am Gleis 7 des Frankfurter Hauptbahnhofs wurde der achtjährige Junge vor den ICE gestoßen.
Am Gleis 7 des Frankfurter Hauptbahnhofs wurde der achtjährige Junge vor den ICE gestoßen.  © DPA

Wie die Schweizer Polizei am Dienstag via Twitter mitteilte, war der Mann mit eritreischer Staatsbürgerschaft im Besitz einer sogenannten Niederlassungs-Bewilligung.

Diese wird Ausländern in der Schweiz nach einem Aufenthalt von fünf oder zehn Jahren im Land ausgestellt. Niedergelassene haben damit laut dem Staatssekretariat für Migration ein unbeschränktes Aufenthaltsrecht.

Außerdem wurde bekannt, dass der Täter verheiratet und Vater von drei Kindern ist.

Der Eritreer lebt seit 2006 im Schweizer Kanton Zürich. Er kam erst vor wenigen Tagen per Zug von Basel nach Deutschland.

Der 40-Jährige soll am Montag einen achtjährigen Jungen vor einen einfahrenden ICE in den Tod gestoßen haben (TAG24 berichtete). Auch die Mutter des Jungen soll er ins Gleisbett gestoßen und es bei einer weiteren Person versucht haben.

Die Mutter aus dem Hochtaunuskreis wurde verletzt. Die dritte Person konnte sich in Sicherheit bringen, ohne auf die Gleise zu stürzen. Erkenntnisse zum Tatmotiv gibt es bisher nicht. Der Tatverdächtige soll am Dienstag dem Haftrichter vorgeführt werden.

Öffentliche Andacht in der Bahnhofs-Mission

Am Dienstagabend wird im Frankfurter Hauptbahnhof zu einer öffentlichen Andacht eingeladen.

Das Gedenken finde um 18.30 Uhr in der Nähe vom Bahnsteig 7 statt, wie die Frankfurter Bahnhofs-Mission mitteilte. Mit dabei seien Vertreter von katholischen und evangelischen Gemeinden in Frankfurt.

Mit Blumen, Kuscheltieren und Kerzen zeigen die Menschen am Bahnhof ihre Trauer.
Mit Blumen, Kuscheltieren und Kerzen zeigen die Menschen am Bahnhof ihre Trauer.  © DPA

Titelfoto: DPA

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