Mutter gibt Tochter (2) ihr Handy und staunt, was das Kind damit macht

San Diego - "Mama, Telefon. Mama, Telefon". Immer öfter drücken Eltern ihren Kleinkindern Smartphones in die Hände. Angezogen von bunten Lichtern und schrillen Tönen ist so ziemlich jedes Kind fasziniert von den kleinen Allround-Geräten - und sind so mal schnell für eine gewisse Zeit ruhig gestellt.

Auch die Zweifach-Mutter Isabella McNeil aus San Diego drückt ihrer Tochter Ranya häufiger mal ihr Handy in die Hand - doch diesmal erlebt sie eine große Überraschung.

Mutter Isabella mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern. Ranya hier ganz unschuldig auf den Armen ihres Papas.
Mutter Isabella mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern. Ranya hier ganz unschuldig auf den Armen ihres Papas.  © Screenshot/Facebook Isabella McNeil

Isabella McNeil lebt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in San Diego im US-Bundesstaat Kalifornien. Ihre zweijährige Tochter Ranya hat es bereits im jungen Kindesalter schon faustdick hinter den Ohren.

Doch für das, was die Kleine diesmal angestellt hat, kann sie nicht wirklich was dafür.

Isabella bekam vor wenigen Tagen eine E-Mail des Online-Versandhändlers Amazon, die sie zunächst ratlos zurückgelassen hat. Ihre Bestellung sei nun auf dem Weg zu ihr. Jedoch war der jungen Mutter völlig schleierhaft, was genau denn eigentlich auf dem Weg zu ihr sei.

Beim Öffnen der Mail dann der Schock: die junge Familie war kurz davor, ein neues Sofa geliefert zu bekommen!

Isabella traute ihren Augen nicht, grübelte einige Zeit, wieso sie nun auf einmal eine dreiteilige Couch bekommt, die sie zwar augenscheinlich bezahlt, jedoch noch nie vorher gesehen oder gar bestellt hat.

Zunächst dachte sie, sie habe das Möbelstück im Schlaf oder versehentlich gekauft, doch dann fiel es ihr wie Schuppen von den Augen - oder eher wie Flusen von den Polstern: Isabella erinnerte sich, der kleinen Ranya ihr Telefon gegeben und dabei vergessen zu haben, die noch geöffnete Amazon-App zu schließen!

Die Folge ist beinahe genauso lustig wie kostspielig. Ranya bestellte den Dreiteiler für umgerechnet knapp 400 Euro plus Versand. Da muss man sich erst einmal setzen.

Sofa da, was nun?

An sich ein äußerst schönes Sofa, jedoch wohl nicht ganz nach dem Geschmack der McNeils.
An sich ein äußerst schönes Sofa, jedoch wohl nicht ganz nach dem Geschmack der McNeils.  © Screenshot/Twitter KNX 1070 NewsRadio

Als die Mama der kleinen Shopping-Queen dies bemerkte, versuchte sie natürlich sämtliche Hebel in Bewegung zu setzen, um die Lieferung zu stoppen. Doch es war zu spät. Das Sofa war kurz davor einzutreffen, eine Stornierung nicht mehr möglich.

Kurz darauf stand dann eine große Papp-Box im Vorgarten der Familie. Der Postbote brachte der Familie das Möbelstück, doch diese war nicht sonderlich "amused".

Wie "NBC San Diego" berichtet, landete Ranya auf der Amazon-App, wählte das Sofa aus und bestätigte den Kauf flink mit dem 1-Klick-Knopf. Das graue Tuftsofa war somit "sofort gekauft".

Als das Sofa schließlich bei den McNeils eingetroffen ist, wollte Isabella ebenjenes einfach zurückschicken. Doch der Rückversand hätte sie noch immer umgerechnet knapp 170 Euro gekostet. Zu viel für die Mutter.

Sie startete einen Online-Aufruf um die Couch in Eigenregie mit möglichst geringem Verlust selbst weiterzuveräußern.

"Ganz neu in der Schachtel. Aus Versehen durch mein Kleinkind bestellt", stand unter anderem im Inserat.

Letztlich bot Amazon dann doch noch seine Hilfe an und hat das Sofa mit voller Rückerstattung des Kaufpreises angeboten - deaktivierte jedoch gleichzeitig die 1-Klick-Funktion auf dem Account von Isabella. Glück im Unglück.

Smartphones in den Händen von Kindern, das kann böse ausgehen. (Symbolbild).
Smartphones in den Händen von Kindern, das kann böse ausgehen. (Symbolbild).  © Zacharie Scheurer/dpa-tmn

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