Frau liegt seit 23 Tagen im Koma, doch dann legt ihr jemand ein Baby auf die Brust

Fortaleza (Brasilien) - Amanda da Silva (28) befand sich gerade in der 37. Schwangerschaftswoche, als sie ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Die junge Frau litt unter akuten epileptischen Anfällen. Noch ahnte zu diesem Zeitpunkt niemand, dass man mit ihr bald ein Wunder erleben würde.

Als man der Mutter das Baby auf die Brust legte, geschah ein Wunder! (Symbolbild)
Als man der Mutter das Baby auf die Brust legte, geschah ein Wunder! (Symbolbild)  © 123RF

Zunächst sah es für Amanda nicht gut aus: Nach einem Notfall-Kaiserschnitt mussten die Ärzte sie aufgrund von Komplikationen in ein künstliches Koma verlegen.

Die 28-Jährige war gerade 23 Tage narkotisiert, als eine Krankenschwester auf eine Idee kam. Sie beschloss den kleinen Victor mit auf die Intensivstation zu nehmen und zu seiner Mutter zu legen.

Der Junge wurde, nachdem er auf die Welt kam, ohne mütterlichen Kontakt direkt zur Neugeborenenpflege gebracht. Das Baby war mit einem schwachen Immunsystem und Atemwegsproblemen geboren, welche auf die während der Schwangerschaft eingenommenen Epilepsiemedikamente zurückzuführen sind.

In dem Moment, als die Schwester namens Sá den Säugling auf die Brust der jungen Mutter lag, passiert es:

"Ihre Reaktion kam prompt", erinnert sich die Krankenschwester des Ceara’s Assis Chateubriand Entbindungskrankenhauses. Denn in dem Moment, als Victor seine Mama berührte, beschleunigte sich plötzlich ihre Herzfrequenz und Tränen begannen über ihre Wangen zu laufen. Außerdem setzte auf einmal die Milchproduktion in ihren Brüsten ein.

"Wir hätten niemals so eine schnelle Veränderung erwartet", erklärt Sá. "Jeder im medizinischen Team weinte vor Glück und Erleichterung."

Zunächst musste Amanda aber realisieren, dass sie ein Kind bekommen hatte. Da sie für den spontanen Kaiserschnitt sediert wurde und danach ins Koma versetzt wurde, hatte sie von der Geburt nichts mitbekommen. "Es war eine wunderbare Situation, aber gleichzeitig verwirrend", erinnert sich die dreifache Mutter.

"Das Erste, woran ich mich erinnere, war, Victor in meinen Armen zu spüren, seinen kleinen Kopf zu sehen und seinen lieblichen Duft zu riechen", meint Amanda weiter.

Nach knapp drei Wochen war sowohl Mutter als auch Baby fit genug, um aus dem brasilianischen Krankenhaus entlassen zu werden. Laut Yahoo 7 News wird der Fall jetzt näher untersucht, um die Bedeutung dieser Art von Intervention bei Frauen nach einer Geburt, zu beurteilen.

Titelfoto: 123RF