Mutter küsst ihren Sohn, jetzt hat er mit den schlimmen Folgen zu kämpfen

Hull (Großbritannien) - Eine Mutter aus England brachte ihren Sohn mit einem bloßen Kuss ins Krankenhaus. Jetzt versucht sie mit einer Facebook-Botschaft aufzurütteln.

Ein Kuss von der Mutter brachte ihren Sohn ins Krankenhaus. (Symbolbild)
Ein Kuss von der Mutter brachte ihren Sohn ins Krankenhaus. (Symbolbild)  © 123RF subbotina

Es ist ein wunderschöner und unglaublich intimer Moment, wenn eine Mutter ihr Neugeborenes in den Armen hält und ihm einen zärtlichen Kuss aufs Gesicht drückt.

Laura Redfern aus dem britischen Hull warnt jetzt genau davor. Auch sie küsste ihren Sohn Jon als Baby regelmäßig und brachte ihn damit ins Krankenhaus.

Doch seit wann müssen Kinder nach einer Reihe ganz gewöhnlicher Küsse in die Klinik? Der Auslöser war eine ziemlich unappetitliche Vorerkrankung von Laura.

Die 31-Jährige leidet unter dem sogenannten Herpes-simplex-Virus, kurz HSV. Der führt bei Erwachsenen häufig "nur" zu hässlichen Fieberbläschen am Mund, kann aber auf Kleinkinder schlimmere Auswirkungen haben.

Als Laura ihren Sohn mit diesen Bläschen am Mund küsste, übertrug sich der Virus auf ihn. Jetzt, Jahre später, sorgt der für eine schlimme Infektion seines rechten Ohrs.

Auf Facebook teilte die reumütige Mutter ein Bild und schrieb: "Bitte teilt und lest es, da Eltern mehr Bewusstsein dafür brauchen. Das ist ein kleines Ohr, verursacht durch einen Kuss als Baby von jemand mit Fieberbläschen. Ich möchte damit zeigen, wie schlimm der Herpes-simlex-Virus ist."

Virus kann immer wieder ausbrechen

Krankenhausflure könnten ein steter Begleiter im Leben des jungen Jon werden. (Symbolbild)
Krankenhausflure könnten ein steter Begleiter im Leben des jungen Jon werden. (Symbolbild)  © 123RF Yuriy Klochan

Zwischenzeitlich schwoll das Ohr auf seine doppelte Größe an und die Schmerzen des Jungens waren so schlimm, dass er ins Krankenhaus musste.

"Es war so schlimm, dass er letzte Woche vier Tage im Krankenhaus verbrachte und dabei vier verschiedene Antibiotika bekam. Er hatte eine Menge Schmerzen [...] während das Ohr brannte, Blasen warf und blutete."

Und auch wenn irgendwann wieder eine leichte Besserung eintrat, so hatten die Ärzte noch eine schlechte Nachricht für das arme Kind:

"Uns wurde nur gesagt, dass er es für den Rest seines Lebens hat und er immer wieder hier sein muss, wenn es wieder so aufflammt. Ansonsten kann es zu großen Infektionen wie einer Sepsis kommen."

Laura appelliert deshalb an die Vernunft anderer Erwachsener: "Wenn jemand sich einem Neugeborenen nährt, wasch bitte Deine Hände und küsse es nicht, wenn Du Fieberbläschen hast. Die müssen nicht sichtbar sein, können aber bei Babys von Hirnschäden bis zum Tod führen."

Hätte die Mutter diese Einsicht doch nur ein wenig früher gehabt.

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