Prozess um acht Babyleichen: Mutter legt Geständnis ab

Mit einer Aktenmappe vor dem Gesicht steht die wegen Mordes angeklagte Andrea G. vor Gericht.
Mit einer Aktenmappe vor dem Gesicht steht die wegen Mordes angeklagte Andrea G. vor Gericht.

Wallenfels - Die Mutter der acht toten Kinder aus Wallenfels in Oberfranken hat vor Gericht über ihren Anwalt ein Geständnis abgelegt.

Sie habe die acht Neugeborenen in Handtücher gewickelt und versteckt - egal, ob sie Lebenszeichen gezeigt hätten oder nicht, erklärte der Verteidiger am Dienstag am Landgericht Coburg.

Dort begann der Prozess gegen die 45-Jährige wegen Mordes in vier Fällen und gegen ihren 55 Jahre alten Noch-Ehemann wegen Beihilfe zum Mord.

Mitte November waren in dem Haus der Familie in der oberfränkischen Kleinstadt acht tote Babys entdeckt worden.

Der Fund hatte bundesweit Schlagzeilen gemacht und Betroffenheit erregt.

Die Staatsanwaltschaft wirft der Mutter vor, vier der Babys vorsätzlich umgebracht zu haben. Dem Vater legt sie zur Last, ihr dabei geholfen zu haben. Demnach wollten die Angeklagten ohne Einschränkung durch weitere Kinder leben.

Die beiden, die sich wenige Wochen vor dem Leichenfund getrennt hatten, haben drei gemeinsame Kinder und jeweils zwei weitere aus erster Ehe.

Hier, in der oberfränkischen Kleinstadt, wurden die acht Babyleichen gefunden.
Hier, in der oberfränkischen Kleinstadt, wurden die acht Babyleichen gefunden.

Fotos: Nicolas Armer/dpa, Daniel Karmann/dpa


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