Mutter will Spenden für kranke Tochter sammeln und wird eiskalt betrogen

Isle of Wight (Vereinigtes Königreich) - Sue Baxter ist verzweifelt: Ihre dreijährige Tochter Katie leidet an Parkinson und braucht dringend ein spezielles Bett, welches für die Familie viel zu teuer ist.

Sue Baxters schwer kranke Tochter Katie. Die Dreijährige ist an Parkinson erkrankt.
Sue Baxters schwer kranke Tochter Katie. Die Dreijährige ist an Parkinson erkrankt.  © Screenshot/Facebook/Sue Baxter

Die kleine Katie hat es nicht leicht. Im Alter von drei Jahren stellten Ärzte bei ihr Parkinson, eine schwere Bewegungsstörung, fest. Weil ihre Beine so schwach sind, kann es passieren, dass die Kleine niemals Laufen wird.

Um in der Nacht nicht ständig aus dem Bett zu fallen, braucht das Mädchen ein medizinisches Hochbett. Dieses kostet allerdings über 3000 Pfund, umgerechnet also fast 3.500 Euro. Da die fünffache Mutter so viel Geld in kurzer Zeit nicht aufbringen konnte, wandte sie sich an die sozialen Medien und bat dort um Hilfe.

Als sie ihren Beitrag veröffentlichte, wurde sie direkt von einer Frau angeschrieben. Tracy Smith bot der Britin an, für ihre kranke Tochter Geld zu sammeln. Wie die "Sun" berichtet, gab die Dame darüber hinaus an, dass sie gerade dabei wäre, eine Kinderhilfsorganisation namens "IOW Carousel" zu gründen.

Erfreut und erleichtert über das tolle Angebot, traute sich Baxter der Unbekannten an. Besonders toll fand die 36-Jährige, dass Smith ebenfalls nach eigenen Angaben einen kranken Sohn zuhause pflegte.

Sue Baxter (36).
Sue Baxter (36).  © Screenshot/Facebook/Sue Baxter

So kam es, dass Tracy Smith eine Auktion organisierte. Von vielen Menschen der Isle of Wight, der Heimat von Baxter und ihrer kranken Tochter, sammelte sie verschiedene wertvolle Gegenstände, die dann versteigert werden sollten.

Als die Aktion beendet war, teilte die Frau der fünffachen Mutter mit, dass bei der Spendensammlung ganze 5000 Pfund (umgerechnet rund 5.800 Euro) zusammengekommen waren. Das Geld wollte Smith der Britin und ihrer kranken Tochter dann persönlich übergeben.

Monate vergingen. Gesehen hat die 36-Jährige nie etwas von dem Geld. Und es sollte noch schlimmer kommen. Bewohner der Insel beschuldigten Baxter, sie betrogen und eiskalt das Geld aus der Tasche gezogen zu haben. "Wir mussten um unser Zuhause fürchten, als die anderen uns beschuldigten", so Baxter.

Völlig aufgelöst ging die Britin zur Polizei und zeigte Smith an. Die Betrügern konnte glücklicherweise schnell ausfindig gemacht werden.

Smith wurde suspendiert und musste eine hohe Geldstrafe zahlen. Die kranke Katie erhielt am Ende doch noch ihr Hochbett mit der Hilfe einer echten Wohltätigkeitsorganisation, die sich "Daisy Chains", nennt.


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