Muttermörder zu lebenslanger Haft verurteilt

Lebenslange Haft für John S. (31), der heimtückisch seine Mutter erstach.
Lebenslange Haft für John S. (31), der heimtückisch seine Mutter erstach.

Zwickau - In Lichtenstein hat John S. (31) heimtückisch seine Mutter ermordet. Das sah das Landgericht in Zwickau als erwiesen an und verurteilte den Sohn zu lebenslanger Haft.

Er habe in "heimtückischer Art und Weise" siebenmal auf die 52-Jährige eingestochen, erklärte der Vorsitzende Richter bei der Urteilsverkündung vor dem Landgericht.

Das Gericht ist davon überzeugt, dass der Verurteilte seine Mutter im vergangenen August in deren Wohnung mit einem Küchenmesser erstach. Die Tatwaffe hatte er extra mitgebracht. Da die Tat geplant war und es keinen unmittelbar vorangegangenen Streit gab, folgte das Gericht der Forderung des Staatsanwalts, der wegen Mordes aus Heimtücke auf eine lebenslange Freiheitsstrafe plädiert hatte.

Offen bleibt weiterhin die Frage nach dem Motiv. Dieses sei "schwer nachvollziehbar", so die Richter. Offensichtlich hatte sich der 31-Jährige von seiner Mutter gegängelt gefühlt. Nach einem Jahr Funkstille habe sie sich wieder bei ihm gemeldet, er habe sich gestört gefühlt. Laut Rechtsanwältin der Familie sei der Mord an seiner Mutter für ihn "die endgültige Lösung des Problems" gewesen.

Obwohl ein psychologisches Gutachten beim Verurteilten eine schizoide Persönlichkeitsstörung diagnostizierte, sah ihn das Gericht als voll schuldfähig an. Sein Verteidiger sah das anders, hatte auf sieben Jahre Haft wegen Totschlags plädiert.

Ob der Anwalt in Revision gehen wird, ist noch nicht geklärt.

Foto: Theo Stiegler


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