Mysteriöse Nordsee-Klumpen: Jetzt ist auch das Festland betroffen!

Dornum/Norderney - Nach dem Fund von rätselhaften Klumpen auf drei ostfriesischen Inseln (TAG24 berichtete) sind nun auch ähnliche Gebilde auf dem Festland angespült worden.

Der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) untersucht das angeschwemmte Material.
Der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) untersucht das angeschwemmte Material.  © DPA

Am Strand in Neßmersiel (Landkreis Aurich) waren bereits am Montag schwarz-braune Klumpen gefunden worden, wie ein Landkreissprecher mitteilte.

Die Untere Wasserbehörde des Landkreises nahm eine Probe. Sie wurde im Chemischen Untersuchungslabor Emden untersucht - es handele sich um ungiftiges Pflanzenfett, wie der Landkreis Aurich am Dienstag mitteilte (TAG24 berichtete).

Woher die übelriechenden Klumpen kommen, ist weiter unklar. Seit den ersten Funden auf Norderney, Baltrum und Langeoog in der vergangenen Woche untersuchte das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) in Hamburg eine Probe aus Norderney.

Das BSH schloss daraufhin umweltgefährdende Stoffe wie Schmierfett, Motorenöl, Paraffinwachs, Polymere sowie Schweröl für die Klumpen auf Norderney aus.

Die Hamburger Experten wiesen zunächst pflanzliche Fette in den Proben nach. Ein abschließendes Ergebnis steht noch aus.

Unterdessen wurden die besonders betroffenen Strandabschnitte auf Norderney händisch gereinigt, da die zuerst eingesetzte Reinigungsmaschine die Klumpen nicht aufsammeln konnte.

Die Reinigungsarbeiten gestalteten sich schwierig, teilte Nationalparkwart Niels Biewer mit. Die Klumpen verflüssigten sich bei steigender Temperatur und sickerten teilweise in den Sand.

Klumpen einer bislang unbekannten Materials liegen am Strand von Norderney.
Klumpen einer bislang unbekannten Materials liegen am Strand von Norderney.  © DPA

Titelfoto: DPA


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