Mysteriöser Tod eines Doppel-Vergewaltigers im Hochsicherheits-Knast

Eine Zelle in der Sicherungsverwahrung der JVA Tegel.
Eine Zelle in der Sicherungsverwahrung der JVA Tegel.  © DPA

Berlin – Ein brutaler Vergewaltiger (62) wurde tot am Boden das Hochsicherheitstrakts liegend in der JVA Berlin-Tegel gefunden. Eine Obduktion soll jetzt die näheren Umstände klären. Das berichtet die B.Z.

Demnach saß der Mann eine zwölfjährige Strafe mit anschließender Sicherheitsverfahrung ab. Dem Bericht zu Folge war er erst vor wenigen Tagen in den Sicherheitsbereich verlegt worden.

Der 62-Jährige galt als besonders gefährlich, seine Taten waren abscheulich. 1995 hatte er eine Gastronomin in Mahlow überfallen, sie 16 Stunde gefangen gehalten und war mehrfach über sie hergefallen. Dafür bekam er eine achtjährige Freiheitsstrafe.

Nachdem er die abgesessen hatte, tauchte er nach seiner Entlassung wieder bei der Wirtin auf, bestellte ein Bier und verschwand. In der Nacht darauf brannte das Café der Frau ab.

Drei Tage später schmiss er seine Arbeit als Bauhelfer hin, weil er angeblich noch nicht seinen kompletten Lohn bekommen hatte. In der Nacht darauf brach er in das Haus seines Chefs ein und vergewaltigte dessen Tochter (17) im Kinderzimmer.

Wie bereits im ersten Fall überführte ihn ein Tattoo im Intimbereich. Er wurde geschnappt und zu zwölf Jahren plus Sicherheitsverwahrung verurteilt.

Jetzt wurde seine Leiche im Wohnbereich der Sicherungsverwahrung gefunden. Zu den Todesumständen gibt es noch keine genaueren Erkenntnisse.

Sebastian Brux, Sprecher der Justizverwaltung, sagte gegenüber der B.Z.: "Eine Obduktion ist angeordnet worden, um die genauen Todesumstände zu klären. Wir gehen nicht von einem Tötungsdelikt aus und haben keine Hinweise auf einen Suizid."

In der JVA Tegel wurde die Leiche des brutalen Mannes gefunden.
In der JVA Tegel wurde die Leiche des brutalen Mannes gefunden.  © DPA

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