Mysteriöses Massensterben: Tausende Fische liegen tot im Segeberger See

Bad Segeberg - Massenhaft tote Fische sind am Sonntagvormittag an der Oberfläche des Großen Segeberger Sees getrieben. Nun fragen sich die Segeberger, warum starben hier so viele Tiere?

Am Sonntag hatten Spaziergänger eine Vielzahl toter Fische in der Nähe des Seeufers in Bad Segeberg entdeckt. (Symbolbild)
Am Sonntag hatten Spaziergänger eine Vielzahl toter Fische in der Nähe des Seeufers in Bad Segeberg entdeckt. (Symbolbild)  © DPA

Das Massensterben in Bad Segeberg gibt Experten Rätsel auf. Am Montag hatten diese, den Kieler Nachrichten zufolge, ihre Arbeit bereits aufgenommen. Trotzdem: Nach der Überprüfung von Wasserproben aus dem betroffenen See bleibt unklar, warum dort am Wochenende massenhaft Fische gestorben sind.

Laut NDR erklärte die Polizei, dass mehr als 1000 Rotaugen und Brassen in dem Gewässer verendet sind. Woran die Tiere gestorben sind, konnte bisher nicht geklärt werden.

"Die Testergebnisse der Wasserproben sind unauffällig", sagte ein Sprecher der Wasserbehörde Bad Segeberg laut dpa.

Möglicherweise hänge das Fischsterben mit dem Regen am Wochenende zusammen. Ob weiterhin Gefahr droht, ist dennoch ungewiss.

Mit einer Fläche von 170 Hektar ist der Große Seegerberger See einer der größeren in Schleswig Holstein.
Mit einer Fläche von 170 Hektar ist der Große Seegerberger See einer der größeren in Schleswig Holstein.  © DPA

Der Regen vom Wochenende könnte möglicherweise Stoffe ins Wasser gespült haben, die zum Tod der Tiere führten, vermutet die Behörde.

Sie untersuchte im Detail unter anderem die in dem Gewässer enthaltenen Nährstoffe, Temperatur und pH-Wert des Wassers, konnte aber keine Auffälligkeiten entdecken.

Die Polizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Gewässerverunreinigung und eines Tierschutzdelikts ein.

Da der See teilweise zugefroren ist, treiben noch einige tote Fische unter dem Eis. Die Wasserbehörde kann die Tiere erst abschöpfen, wenn die Eisdecke taut.

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