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FDP-Zastrow sicher: „Nach Absturz greifen wir wieder an“

Dresden - Von der Regierungsbank in die außerparlamentarische Opposition - vor anderthalb Jahren stürzte Sachsens FDP ins Tal der Tränen - Spott und Häme gab es kostenlos.

Von Jan Berger

Dresden - Von der Regierungsbank in die außerparlamentarische Opposition - vor anderthalb Jahren stürzte Sachsens FDP ins Tal der Tränen - Spott und Häme gab es kostenlos.

Über 300 Liberale verließen aus Resignation die Partei. Inzwischen glaubt Parteichef Holger Zastrow (47), dass sich die Liberalen wieder stabilisiert haben und zum Angriff bereit sind. Der Landesparteitag am nächsten Wochenende in Neukieritzsch soll für den Aufbruch stehen.

Holger Zastrow - auch Mitglied des FDP-Bundesvorstandes - glaubt, dass die derzeitige „Chaos-Politik“ die Chancen der Liberalen erhöht.
Holger Zastrow - auch Mitglied des FDP-Bundesvorstandes - glaubt, dass die derzeitige „Chaos-Politik“ die Chancen der Liberalen erhöht.

Morgenpost am Sonntag: Von der FDP Sachsen hört man derzeit nicht viel. Was machen Sie eigentlich?

Holger Zastrow: Wir sind vor Ort aktiv, das sind unsere Wurzeln. Wir haben 22 Bürgermeister und acht weitere mit unserer Unterstützung. Und 320 kommunale Mandatsträger leisten ehrenamtlich gute Arbeit.

Keine Katerstimmung nach der Niederlage?

Wir wurden hart getroffen, das sitzt noch tief. Dabei war unsere Leistungsbilanz gut. Die Wähler sahen das offensichtlich anders.

Haben Sie Fehler erkannt?

Einige. Wir haben uns zuweilen in Dingen verkämpft, die es dann nicht wert waren. Vielleicht waren wir manchmal zu verbissen oder auch zu rechthaberisch.

Im Interview mit Morgenpost- Redakteur Jan Berger erklärt der Partei- Chef, dass der Druck der Straße seine Überzeugungen nicht ändern wird.
Im Interview mit Morgenpost- Redakteur Jan Berger erklärt der Partei- Chef, dass der Druck der Straße seine Überzeugungen nicht ändern wird.

Klingt nach einem Lerneffekt...

Gewiss. Ich habe erst zu spät erkannt: Du brauchst in der Politik nicht nur Fachwissen und Vernunft, sondern viel mehr Herz und Gelassenheit. Daher war die niederschmetternde Niederlage nicht nur ein Fluch...

...sondern auch Segen?

Wir sind die erste Partei, die vom hohen Berg ins ganz tiefe Tal musste. Wir sind gezwungen, uns zu erneuern. Dabei gewinnen wir an Frische, um den Berg wieder in Angriff zu nehmen.

Inzwischen hat sich die Situation im Land geändert, besonders auf Dresdens Straßen.

Unsere Gesellschaft muss PEGIDA aushalten. Für Meinungsfreiheit bin auch ich ‘89 auf die Straße gegangen. Man sollte aber öfter mal gezielt weghören.

Kommt man als Parteistratege nicht in Versuchung, dort nach Wählern zu fischen?

Als Verfassungspatrioten und leidenschaftliche Europäer schauen wir nicht zu, wie die Politiker in Berlin und der EU mit ihren Alleingängen und ihrer Planlosigkeit immer mehr Freiheiten opfern, neue Grenzen zwischen Freunden errichten und damit auch das Werk von Kohl und Genscher zerstören. Ich bin mir allerdings sicher, dass wir damit bei bestimmten Leuten nicht landen können.

Also kein Potenzial für die FDP?

Wir sind nicht die Partei für die einfachen Antworten. Die Welt ist nicht Schwarz oder Weiß! Bei uns darf man mehr nachdenken.

Durch den Druck der Straße und der sozialen Netze hat man den Eindruck, viele Politiker lassen sich davon treiben.

Das kann einen Politiker ohne Kompass schon aus der Bahn werfen. Als Liberale stehen wir aber zu unseren Überzeugungen, auch wenn sie nicht populär sind.

Auf dem Parteitag will sich die FDP zu einem Einwanderungsgesetz bekennen?

Das ist dringend notwendig. Und zwar mit klaren, strengen Regeln, mit Obergrenzen und Integration. Und es darf kein Tor allein in unsere Sozialsysteme oder in Parallelgesellschaften sein.

In ihrem Leitantrag fordern Sie auch konsequente Ahndung von Straftaten.

Wer sich für unser Land bewirbt, muss sich bewähren. Wer in Deutschland straffällig wird, hat sein Gastrecht verwirkt und hier nichts mehr zu suchen.

„Zu verkrampft, manchmal zu rechthaberisch“: Holger Zastrow (47) will aus den Fehlern der Regierungszeit gelernt haben.
„Zu verkrampft, manchmal zu rechthaberisch“: Holger Zastrow (47) will aus den Fehlern der Regierungszeit gelernt haben.

Das soll auch für Familien von minderjährigen Kindern, die straffällig werden, gelten?

Eltern haften für ihre Kinder.

Wollen Sie die Sippenhaft zurück?

Na, sicher nicht! Das werden unsere Rechtsstaats-Liberalen sicher richtig einordnen. Wir sind eine lebendige Partei, ich freue mich schon auf die Diskussionen.

Wie bewerten Sie denn die Arbeit der sächsischen Nachfolgeregierung?

Das ist irgendetwas zwischen unwillig und unfähig, ein konfuses Handeln in allen Politikfeldern.

Zum Beispiel?

Ein Wirtschaftsminister, der seinen Job nicht macht und tatenlos zuschaut, wie Tausende Arbeitsplätze in der Lausitz bei Bombardier und in der Braunkohle verschwinden. Er ist ja ein netter Kerl, aber er kümmert sich einfach nicht.

Und der Ministerpräsident?

Von einem Landesvater erwarte ich, dass er Sachsen mit glühendem Herzen verteidigt. Wir erleben einen beispiellosen medialen Angriff auf unser Land. Er sollte zeigen, dass die Idioten und Rowdys aus Clausnitz und Bautzen eine verschwindende Minderheit sind und keine Rechtfertigung, ein ganzes Bundesland an den Pranger zu stellen.

Erst vor anderthalb Jahren musste Zastrow seinen Parteifreunden den unglaublichen Absturz von 10 auf 3,8 Prozent erklären.
Erst vor anderthalb Jahren musste Zastrow seinen Parteifreunden den unglaublichen Absturz von 10 auf 3,8 Prozent erklären.

Zerbricht Schwarz-Rot? Rechnen Sie mit Neuwahlen?

Das ist eine Koalition des Misstrauens. Doch beide Partner wissen, dass Sie bei Wahlen derzeit nur verlieren können.

Also greifen Sie erst 2019 wieder an?

Warten wir es ab. Bis dahin wird es noch erhebliche Verwerfungen im Parteiensystem geben. Das wird auch die CDU betreffen.

Weshalb?

Die Union hat ihr Profil und ihre Handlungsfähigkeit verloren. Ich kenne nicht einen sächsischen CDU-Politiker - auf keiner Ebene - der mit dem Kurs der Kanzlerin noch einverstanden ist. Hinter vorgehaltener Hand wird geschimpft, aber offiziell sagt man zu allem Ja und Amen. Das rächt sich.

Die Chance für die FDP?

Ich bin überzeugt, dass wir in Berlin und Dresden eine Renaissance erleben.

Fotos: dpa/Waltraud Grubitzsch Norbert Neumann, dpa

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