Nach Abzocke: Auerbachs Keller nimmt nur noch Bares

Bernhard Rothenberger, Chef von „Auerbachs Keller“
Bernhard Rothenberger, Chef von „Auerbachs Keller“

Leipzig - Wie dreist die Kreditkarten-Mafia vorgeht, musste im vergangenen Jahr Bernhard Rothenberger, Chef des renommierten „Auerbachs Keller“ feststellen. Seit diesem Monat kann man in dem weltberühmten Restaurant nur noch bar zahlen.

Zwischen 2011 und 2014 beschwerten sich hunderte Kreditkartennutzer bei Visa, weil von ihrem Konto unberechtigterweise Einkäufe in New York getätigt wurden. Visa zahlte zwar zurück, stellte aber eine Gemeinsamkeit fest: Alle Geschädigten waren einmal Gast in „Auerbachs Keller“.

Rothenberger: „Wir hatten ein Virus im System.“ Wie das eingeschleust wurde, blieb unbekannt. Die Leipziger Staatsanwaltschaft stellte das Ermittlungsverfahren ein, weil die Identität der Täter nicht festgestellt wurde.

Doch für das Restaurant hatte die Sache teure Konsequenzen: An die Kreditkarten-Abrechnungsfirma mussten 13.000 Euro Strafe gezahlt werden. Auch die Hardware wurde komplett ausgetauscht - für 80.000 Euro.

Für die Gäste im weltberühmten „Auerbachs Keller“ ist keine Kreditkartenzahlung mehr möglich - nur Bares ist Wahres.
Für die Gäste im weltberühmten „Auerbachs Keller“ ist keine Kreditkartenzahlung mehr möglich - nur Bares ist Wahres.

Fotos: imago, R. Seegers


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