Kölner Brandanschlags-Opfer Lika (14) darf zum Geburtstag nach Hause

Köln/Hennef - Sechs Wochen nach dem Brandanschlag und der Geiselnahme im Kölner Hauptbahnhof kämpft die damals schwer verletzte 14-jährige Lika weiter mit den Folgen.

In diesem McSonald's im Kölner Hauptbahnhof fand der Anschlag statt.
In diesem McSonald's im Kölner Hauptbahnhof fand der Anschlag statt.  © DPA

Die Verbrennungen seien sehr tief gewesen, berichtete der "Kölner Stadt-Anzeiger" am Mittwoch (28. November) nach einem Interview mit der Schülerin.

Drei, vier Meter könne sie inzwischen gehen, bevor sie ins Wanken gerate und das Gleichgewicht verliere, sagte die 14-Jährige der Zeitung. Acht Operationen hat die Jugendliche über sich ergehen lassen müssen, es gab zwei Hauttransplantationen (TAG24 berichtete).

Ihren 15. Geburtstag möchte sie diesen Sonntag mit ihrer Familie zu Hause in Hennef feiern. Besonders freue sie sich auf ihren Hund Tyson - einen Chihuahua, auf den in den vergangenen Wochen Vater und Bruder aufgepasst haben.

Und die Jugendliche schmiedet Pläne: Demnächst möchte sie mit ihrer Familie in die Türkei fliegen, "um mal komplett abzuschalten".

Ein Syrer mit psychischen Problemen soll den Brandanschlag im McDonald's im Hauptbahnhof verübt, sich dann in einer Apotheke verschanzt und eine Frau als Geisel genommen haben.

Ein Spezialeinsatzkommando der Polizei überwältigte den 55-jährigen mutmaßlichen Täter nach zweistündiger Geiselnahme und verletzte ihn durch Schüsse schwer.

Schon über 200.000 Euro bei Spendenaktion gesammelt

Seit rund einer Woche läuft nun bereits eine große Spendenkation für Likas Familie.

Ihre Familie benötigt diese Zuwendungen dringend. Die Mutter kann zurzeit keiner geregelten Tätigkeit nachgehen, weil sie sich um Lika kümmert. Likas Vater arbeitet als Busfahrer.

Wer Lika und ihrer Familie helfen möchte, kann Geld an dieses Konto überweisen.

  • "Spendenkonto Lika"
  • Volksbank Köln Bonn eG
  • IBAN DE17 3806 0186 4601 4980 28

Wie der WDR meldet, sind mittlerweile über 203.000 Euro an Spenden zusammengekommen.

Titelfoto: DPA


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