Nach Brandstiftung: Ich baue mein Elternhaus wieder auf!

Im Juni 2015 legte ein Brandstifter im alten Bauernhaus in Seiffen Feuer. Das brannte bis auf die Grundmauern nieder.
Im Juni 2015 legte ein Brandstifter im alten Bauernhaus in Seiffen Feuer. Das brannte bis auf die Grundmauern nieder.

Von Jan Görner

Seiffen - Sechs Monate nach dem Inferno auf dem Reicheltberg in Seiffen ist von Matthias Lorenz‘ Elternhaus fast nichts mehr zu sehen. Schnee bedeckt die Ruine. Der Brandstifter ist bis heute nicht gefasst. Trotz der Katastrophe sind die Blicke von Matthias Lorenz (50) nach vorn gerichtet.

Vor Weihnachten riss Matthias Lorenz mit eigenen Händen die Brandruine ab. „Der war sehr hart Ich bin hier aufgewachsen. So vieles hat mich an schöne Tage erinnert“, sagt der selbständige Tischlermeister aus Hilmersdorf.

Matthias Lorenz hatte 2014 von der Gemeinde Seiffen den Skilift übernommen. In der Nacht vom 17. auf den 18. Juni stand dann sein Elternhaus in Flammen. Manch einer hätte das nicht weggesteckt. Matthias Lorenz ist aus einem anderen Holz geschnitzt.

Für rund 60.000 Euro hat er unweit des zerstörten Hauses eine Skihütte gebaut. Die ist im Ort als Seiffener Alm bekannt. „Vor dem Brand nutzten wir die Küche im Haus. Das geht ja nicht mehr. Die Seiffener Alm bietet die Alternative für Skifahrer, die sich stärken wollen. Und Matthias Lorenz denkt noch weiter. Er will sein Elternhaus wieder aufbauen. 2018 könnte es stehen.

Der Brandstifter ist noch nicht gefasst.

Matthias Lorenz (50) will sein Elternhaus wieder aufbauen. Vor Weihnachten hat er die letzten Reste der Ruine abgerissen.
Matthias Lorenz (50) will sein Elternhaus wieder aufbauen. Vor Weihnachten hat er die letzten Reste der Ruine abgerissen.

Fotos: Jan Görner


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