"Indymedia"- Demo: Droht Leipzig schon wieder ein Randale-Tag?

Leipzig - Dreieinhalb Wochen nach den Silvesterkrawallen in Connewitz steht Leipzig am Samstag erneut ein randalegefährdeter Tag ins Haus.

Mehrere hundert Linksextremisten haben sich für den Samstag in Leipzig angemeldet.
Mehrere hundert Linksextremisten haben sich für den Samstag in Leipzig angemeldet.  © Patrick Seeger/dpa

Hunderte Linksradikale wollen vor dem Bundesverwaltungsgericht (BVG) gegen das Verbot ihrer Verkündungs-Plattform "linksunten.indymedia" protestieren (TAG24 berichtete).

Im Internet wird unverholen zu Gewalt aufgerufen."Wir suchen die direkte Konfrontation - Am Tag-i alle nach Leipzig: Bullen angreifen!" So ist ein Mobilisierungsaufruf der linksradikalen Szene überschrieben. Man wolle gemeinsam "das alte Leipziger Pflaster" aufwühlen, heißt es.

In seiner öffentlichen Einschätzung ging Leipzigs Polizeipräsident Torsten Schultze (55) am Freitag dennoch von der "Friedlichkeit der Versammlung" aus.

Intern wurde jedoch Vorsorge getroffen. Mehrere Hundertschaften Bereitschaftspolizei, darunter auch Einheiten aus Bayern, Thüringen, NRW, Brandenburg, Niedersachsen und vom Bund, stehen bereit, dazu Spezialkräfte, Wasserwerfer und Reiter.

Zudem werden das Areal rund um das BVG und die Demo-Route zum Kontrollbereich erklärt. "Wenn man sich hier in die Nähe begibt, sollte man sich nicht wundern, dass Kontrollen stattfinden", so Schultze.

Auch Rechtsausleger André Poggenburg (44) will die Gunst der Stunde nutzen. Parallel zur linken Großdemo lädt der einstige AfD-Funktionär zur Kundgebung nach Connewitz.

Geht von einem ruhigen Einsatzgeschehen aus: Polizeipräsident Torsten Schultze.
Geht von einem ruhigen Einsatzgeschehen aus: Polizeipräsident Torsten Schultze.  © Petra Hornig

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