Nach Elternprotest: Schule nimmt weniger Flüchtlingskinder auf

Die Sanierung der Agnesschule soll im Herbst beendet sein.
Die Sanierung der Agnesschule soll im Herbst beendet sein.  © Klaus Jedlicka

Chemnitz - Die Bildungsagentur (SBA) ist davon abgerückt, 110 Migranten an die Josephinenschule zu schicken. 61 sollen es sein.

Nach einem Elternabend haben sich die Gemüter beruhigt. „Die Schülerzahl steigt von 290 auf 330“, so Heike Nestler (49) vom Elternrat der Josephinenschule. Neu hinzukommen demnach 61 Flüchtlingskinder.

Außerdem habe die Stadt zugesagt, mit dem Ausbau der Agnesschule für rund 4,3 Millionen Euro bis Herbst fertig zu sein. Das Gebäude befindet sich hinter der Josephinenschule. "Das entspannt die Lage weiter", so Heike Nestler.

Für SPD-Stadtrat Maik Otto (39) war die Aufregung unnötig. "Viele Krampfsitzungen hätte man sich sparen könne, wenn die Bildungsagentur vorher Lehrer, Schüler und Eltern gefragt hätte, welchen Vorschlag sie machen."

Die Schulkonferenz hatte sich für fünf Ausländer pro Klasse ausgesprochen – was insgesamt 60 Migranten-Schülern entsprochen hätte. Der SBA-Vorschlag liegt zwar knapp drüber.

Heike Nestler: "Aber damit können wir gut leben."


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