Nach Erdrutsch: Straße soll im März wieder offen sein

Kordel - Nur mit einem Geländewagen und über Waldwege ist die Ortschaft Kordel-Hochmark nördlich von Trier derzeit zu erreichen.

Sonja Reuter-Höling lehnt auf einem Waldweg an einem Allrad-Fahrzeug. Der Landkreis Trier-Saarburg hat das Geländeauto nach einem Erdrutsch, der den Ortsteil Hochmark von anderen Orten abgeschnitten hat, zur Verfügung gestellt.
Sonja Reuter-Höling lehnt auf einem Waldweg an einem Allrad-Fahrzeug. Der Landkreis Trier-Saarburg hat das Geländeauto nach einem Erdrutsch, der den Ortsteil Hochmark von anderen Orten abgeschnitten hat, zur Verfügung gestellt.  © Harald Tittel/dpa

Der Grund: Seit einem Erdrutsch Anfang Februar ist die einzige Straße gekappt, die die 40 Einwohner normalerweise mit der Außenwelt verbindet. Doch Besserung ist in Sicht, in der zweiten Märzwoche soll die Straße wieder befahrbar sein.

"Das ist nach wie vor unser Ziel", teilte der Landesbetrieb Mobilität (LBM) Rheinland-Pfalz in Koblenz der Deutschen Presse-Agentur mit. Voraussetzung dafür sei, dass der derzeitige Frost weitere Arbeiten zulasse. Die Bauarbeiten hatten Anfang dieser Woche an dem Straßen-Krater begonnen.

Die Straße K29 war nach heftigen Regenfällen über eine Länge von rund zehn Metern etwa vier Meter tief eingebrochen. Ein Auto und ein unbeladener Holztransporter rutschten an dem Steilhang in den Krater - die Fahrer wurden verletzt.

Mittlerweile ist das Loch noch viele Meter größer, denn zur Bergung des Transporters hatte eigens eine Rampe angelegt werden müssen.

Die Reparaturkosten hat der LBM mit einem "niedrigen, sechsstelligen Euro-Betrag" beziffert.

Einwohner müssen sich absprechen

Ein Auto ist einen Hang bei Kordel hinuntergerutscht, nachdem das Auto und der Lastwagen beim Befahren der Landstraße eingebrochen sind.
Ein Auto ist einen Hang bei Kordel hinuntergerutscht, nachdem das Auto und der Lastwagen beim Befahren der Landstraße eingebrochen sind.  © Harald Tittel/dpa

Die Einwohner des straßenmäßig abgeschnittenen Ortsteils Hochmark haben sich mittlerweile gut organisiert, wie Einwohnerin Sonja Reuter-Höling sagte. Es gebe Absprachen zum Einkaufen und zur Bildung von Fahrgemeinschaften. "Es ist alles bisschen komplizierter als sonst, aber es ist machbar."

Die Gemeinde Kordel mit 2200 Einwohnern unterstützt derzeit, wo es nur geht. Die Mülltonnen werden mit einem Radlader plus Anhänger durch den Wald abtransportiert, erzählt Roth.

Und für den Fall, dass es auf der Anhöhe einen Brand geben sollte, habe die Feuerwehr fürs Erste eine Löschtruppenausrüstung mit Schläuchen und Strahlrohren hoch gebracht.

Bei Notfällen sei die medizinische Versorgung gewährleistet.

Titelfoto: Harald Tittel/dpa

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