Nach Eskalation bei Kurden-Demo: Polizei-Gewerkschaft warnt vor gewalttätigen Protesten

Stuttgart - Nach teils heftigen Ausschreitungen mit verletzten Polizisten bei einer Kurden-Demonstration in Stuttgart hat die Gewerkschaft der Polizei (GdP) vor weiteren gewalttätigen Protesten im Südwesten gewarnt.

Entlang der Theo und des Rotebühlplatzes waren am Abend (12.10) nochmals Demonstranten unterwegs.
Entlang der Theo und des Rotebühlplatzes waren am Abend (12.10) nochmals Demonstranten unterwegs.  © privat

Man sehe in der Entwicklung in dem syrischen Konfliktgebiet ein "hohes Risiko für ein Aufflammen gewalttätiger Protestaktionen auch in Deutschland und Baden-Württemberg", teilte die Gewerkschaft am Montag mit.

"Jede Form von Gewalt ist unakzeptabel. Sie wird und darf nicht toleriert werden", sagte GdP-Landeschef Hans-Jürgen Kirstein.

Eine Situation wie bei den Kurdenprotesten Ende der 90er könne sich erneut schnell entwickeln. Eine Eskalation könne die Sicherheitsstrukturen im Land an ihre Grenzen führen.

In der Stuttgarter Innenstadt hatte es am Samstag nach einer Demonstration von Kurden gegen die türkische Militäroffensive in Nordsyrien teils heftige Ausschreitungen gegeben. Mehr als zwanzig Polizisten wurden dabei leicht verletzt.

Update 20 Uhr: Ein Polizeisprecher teilt auf Anfrage von TAG24 mit, dass die Kurden-Demo am Montag friedlich abgelaufen ist. Auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz.

Die Straßen (hier der Rotebühlplatz) wurden gesperrt, damit die Menschenmenge durchmarschieren konnte.
Die Straßen (hier der Rotebühlplatz) wurden gesperrt, damit die Menschenmenge durchmarschieren konnte.  © privat

Titelfoto: privat

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