Nach Facebook-Datenskandal: So schützt ihr eure Kölner Meldedaten

Köln - Facebook nutzt die persönlichen Daten aus und gibt sie im Zweifel auch andere Unternehmen weiter. Auch die eigenen Meldedaten bei der Stadt Köln landen bei anderen Behörden und Firmen. Ein Widerspruch stoppt die Weitergabe.

Die Meldedaten können per Widerspruch besser geschützt werden.
Die Meldedaten können per Widerspruch besser geschützt werden.  © DPA

Was beim sozialen Netzwerk Facebook bislang nicht immer transparent geschah, ist bei der Stadtverwaltung Köln eindeutig geregelt.

Die persönlichen Meldedaten werden grundsätzlich entsprechend dem Bundesmeldegesetz an einige Institutionen weitergeleitet.

Der Weiterleitung der eigenen Daten wie Adresse, Alter und Religionszugehörigkeit kann aber immer widersprochen werden.

Durch den einfachen Widerspruch landen die persönlichen Daten nicht so rasch bei Adressverlagen, Behörden oder der Bundeswehr.

Wer also seine private Anschrift besser schützen möchte, kann ganz leicht mit einem Widerspruch bei der Stadtverwaltung anfangen.

Wogegen kann man widersprechen?

  • Gegen die Datenweitergabe an Religionsgemeinschaften, denen Familienangehörige angehören, man selbst aber nicht
  • Gegen die Datenweitergabe an Parteien oder andere Wählergruppen im Zusammenhang mit Wahlen
  • Gegen die Datenweitergabe an die Bundeswehr, solange man noch nicht 18 Jahre alt ist
  • Gegen die Weitergabe von Ehe- oder Altersjubiläen
  • Gegen die Datenweitergabe an Adressbuchverlage

Die Bundeswehr erhält sonst zum Beispiel jedes Jahr zum 31. März die Daten von Personen, die im Folgejahr 18 Jahre alt werden.

Ein Widerspruch bei der Stadtverwaltung ist übrigens kostenfrei. Die Formulare gibt es online bei der Stadt Köln.

Titelfoto: DPA


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