Nach Halle-Attentat: Untersuchungsausschuss tagt zum ersten Mal

Magdeburg/ Halle (Saale) - Gut viereinhalb Monate nach dem Terroranschlag von Halle befasst sich am Montag erstmals ein Parlamentarischer Untersuchungsausschuss mit der rechtsextremen Tat.

Die erste Sitzung des Untersuchungsausschuss findet am Montag in Magdeburg statt.
Die erste Sitzung des Untersuchungsausschuss findet am Montag in Magdeburg statt.  © Sebastian Willnow/ZB/dpa

Im Zentrum steht dabei die Frage, ob die Sicherheitsbehörden den Anschlag mit zwei Toten hätten verhindern können.

Auf der ersten Sitzung soll der Untersuchungsausschuss zunächst Verfahrensfragen klären, etwa welche Fraktion welche Zeugen vorladen will.

Die Sitzung ist nicht öffentlich, bei der Befragung der Zeugen soll die Öffentlichkeit hingegen zugelassen werden.

Ein 27-jähriger Deutscher hatte am 9. Oktober schwer bewaffnet versucht, in eine Synagoge einzudringen (TAG24 berichtete). Darin hatte die Gemeinde gerade den höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur gefeiert.

Als der Angreifer nicht in das Gotteshaus eindringen konnte, erschoss er eine 40 Jahre alte Passantin vor der Tür sowie kurz darauf einen 20-Jährigen in einem nahen Imbiss.

Nur die Sicherheitsvorkehrungen der Gemeinde hatten den Terroristen am Eindringen in die Synagoge gehindert - die Polizei hatte das Gotteshaus trotz des hohen Feiertages nicht durchgehend bewacht und war dafür kritisiert worden.

Neonazi Stephan B. wollte im Oktober 2019 ein Blutbad in einer Synagoge in Halle (Saale) anrichten.
Neonazi Stephan B. wollte im Oktober 2019 ein Blutbad in einer Synagoge in Halle (Saale) anrichten.  © Uli Deck/dpa

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