Nach Insolvenz: Was passiert jetzt mit den gestrandeten Germania-Jets in Dresden?

Dresden - Anfang Februar hatte die Fluggesellschaft Germania Insolvenz angemeldet. Von jetzt auf gleich blieben die grün-weißen Flieger am Boden. Seitdem stehen drei gestrandete Flugzeuge der Airline in Dresden. Was wird aus ihnen?

Abgestellt, aber betriebsbereit: Zwei der drei gestrandeten Germania-Flugzeuge am Flughafen Dresden.
Abgestellt, aber betriebsbereit: Zwei der drei gestrandeten Germania-Flugzeuge am Flughafen Dresden.  © Thomas Türpe

Zwei Maschinen parken vor dem Terminal, die dritte ist gut von der Straße aus sichtbar. Dresden war ein wichtiger Flughafen für Germania.

"Wir wissen nicht, wie lange sie hier bleiben", so ein Flughafensprecher. "Platz ist genug da." Allerdings würden Parkgebühren anfallen.

Wegen vertraglicher Vereinbarungen will er nichts über die Höhe sagen. Der Flughafen stehe aber in Kontakt mit Germania.

"Die Flugzeuge werden weiter gewartet und sind betriebsbereit. Kurzfristig wieder fliegen zu können, ist entscheidend", erklärte ein Sprecher des vorläufigen Insolvenzverwalters Rüdiger Wienberg mit Blick auf die laufende Suche nach Investoren.

Zuletzt hatte Wienberg von 30 Interessenten gesprochen. Sie könnten wenige lukrative Strecken mit verkleinerter Flotte übernehmen.

Um die Betriebsbereitschaft der Jets zu sichern, würden nötige Leistungen, etwa Wartung und Parkplatzgebühren, auch im vorläufigen Insolvenzverfahren bezahlt. 22 von 27 Germania-Flugzeugen stünden weiterhin zur Verfügung. Drei davon stehen in Dresden. Sie sind alle geleast.

Es sei im Augenblick schwer zu sagen, wie lange die Flieger dort noch bleiben, so der Sprecher von Wienberg. Auch der Besatzung sei nicht gekündigt worden.

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