Nach knappem CFC-Sieg: Platzverweis für Bayerns Torjäger Wriedt erhitzt die Gemüter

Chemnitz - Das Duell der besten Drittliga-Torjäger, Kwasi Okyere Wriedt (FC Bayern/17 Treffer) und Philipp Hosiner (CFC/15), wurde am Montagabend in Chemnitz noch vor dem Pausenpfiff beendet. In der 39. Minute schickte Schiedsrichterin Riem Hussein (Bad Harzburg) den Kapitän der Gäste mit glatt Rot in die Kabine.

Rote Karte für Kwasi Okyere Wriedt (r.), Philipp Hosiner (m).
Rote Karte für Kwasi Okyere Wriedt (r.), Philipp Hosiner (m).  © Harry Härtel/Haertelpress

Der Platzverweis löste im Lager der Münchner große Proteste aus. Trainer Sebastian Hoeneß:

"Der Chemnitzer foult Wriedt und bleibt auffällig lange liegen. Unser Spieler versucht einfach nur, sein Bein rauszuziehen. Ein wenig ruckartig, klar. Aber das ist nicht einmal Gelb, eher eine Verwarnung für den Gegner."

CFC-Mittelfeld-Malocher Daniel Bohl, der ins Stolpern geraten war und dabei den Bayern-Torjäger zu Fall gebracht hatte, meinte nach einem Blick auf die TV-Bilder: "Er zieht das Bein raus, das sieht bisschen wild aus. Ich will der Schiedsrichterin keinen Vorwurf machen, aber ich hätte keinen Platzverweis gegeben."

CFC-Trainer Patrick Glöckner schlug sich auf die Seite der Spielleiterin: "Die Rote Karte muss man nicht, kann man aber geben. Der Ansatz ist da. So ist die Regelauslegung."

Der Fußball-Lehrer, der seine Elf gegen die auch in Unterzahl spielstarken Bayern-Bubis hervorragend eingestellt hatte, sagte nach dem 1:0-Erfolg der Himmelblauen weiter: "An jedem Spieltag wird auf die Schiedsrichter eingehauen. Es gibt mittlerweile fast kein anderes Thema mehr. Sie haben es schwer. Das muss man erst einmal selber durchleben."

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