Nach langem Niedrigwasser: Hochwasser auf dem Rhein in Sicht

Karlsruhe - Nach Monaten mit zum Teil sehr niedrigen Wasserständen könnte an den Weihnachtsfeiertagen eine erste kleine Hochwasserwelle den Rhein hinabrollen.

Der Rhein in der Nähe der Neckarbrücke bei Karlsruhe Maxau am 23.11.2018.
Der Rhein in der Nähe der Neckarbrücke bei Karlsruhe Maxau am 23.11.2018.  © DPA

Anhaltender und kräftiger Regen könnte den Fluss am Pegel Maxau (Karlsruhe) am 25. und 26. Dezember nach der Prognose der Hochwasservorhersagezentrale (HVZ) in Richtung acht Meter steigen lassen.

Seit Anfang des Monats hatte der Wasserstand stark geschwankt. Am Samstag zeigte der Pegel zeitweise bereits um die fünf Meter. "Für Sonntag und Montag werden anhaltende und gebietsweise kräftige Regenfälle erwartet. Dadurch werden teilweise die Wasserstände sehr rasch und stark ansteigen", schrieb die HVZ am Samstag auf ihrer Seite.

Der niedrigste Wasserstand des Rheins seit 1972 war am Pegel Maxau erst am 26. November mit 3,11 Metern gemessen worden. Die Schifffahrt war bereits seit dem Beginn des Sommers eingeschränkt. Der Normalwasserstand beträgt 5,16 Meter.

Sollte sich dem Regen eine trockene oder kalte Wetterphase anschließen, könnte der Wasserstand wieder auf einen sehr niedrigen Stand zurückgehen. Die bisherigen Niederschläge hätten das große Defizit der vergangenen Monate noch nicht ausgeglichen, teilte die zur Landesanstalt für Umwelt gehörende Hochwasservorhersagezentrale mit.

Ein Schiff fährt bei Karlsruhe Maxau auf dem Rhein.
Ein Schiff fährt bei Karlsruhe Maxau auf dem Rhein.  © DPA

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