Nach Massenschlägerei unter Flüchtlingen - das ist das Urteil





Fnan D. (19, l.) und Semere A. (21, r.) haben die Zwickauer 
Sozialamts-Mitarbeiter in Angst und Schrecken versetzt.
Fnan D. (19, l.) und Semere A. (21, r.) haben die Zwickauer Sozialamts-Mitarbeiter in Angst und Schrecken versetzt.  © Stiegler

Zwickau - Im September 2015 haben etwa 20 Asylbewerber die Mitarbeiter des Verwaltungszentrums in Angst und Schrecken versetzt, als sie mit Fäusten und Steinen aufeinander losgingen. 

Am Donnerstag saßen zwei der Schläger wegen Landfriedensbruchs vorm Richter. Fnan D. (19) und Semere A. (21) aus Eritrea saßen nachmittags mit ihren Landsmännern und anderen Asylbewerbern aus Albanien im Sozialamt. 

Alle mit demselben Anliegen: Sie wollten raus aus dem Asylheim in der Kopernikusstraße, wollten getrennte Quartiere. Grund: Es gab Streit um ein geklautes Fahrrad. Im Amt eskalierte der Zoff!

Die Albaner zückten Messer, die Eritreer bewaffneten sich mit Stühlen und einem Feuerlöscher aus dem Flur. Im Innenhof flogen Pflastersteine und Stuhlbeine. 

Als die Albaner in die Eingangshalle des Verwaltungszentrums flüchteten, gingen durch die Steinwürfe die automatischen Glastüren zu Bruch. Schaden: 4300 Euro. Die alarmierte Polizei beendete die Schlacht.

Vor Gericht gab Semere A. zu: "Alle haben mit Steinen geworfen.“ Da beide Angeklagte noch ohne Vorstrafen sind, beantragte Staatsanwalt Martin Bierlein die beiden mit einer Verwarnung und jeden mit 60 Stunden gemeinnütziger Arbeit davonkommen zu lassen. 

Dem folgte das Gericht.

Titelfoto: Stiegler