Nach schwerem Windradunfall: So schildert der Verursacher den Crash

Der Fahrer des Lkws hatte richtig Glück. Er erlitt nur ein paar Schnittwunden.
Der Fahrer des Lkws hatte richtig Glück. Er erlitt nur ein paar Schnittwunden.

Bielefeld - Es war eine der längsten Unfallräumungen in der Region rund um Bielefeld. Fast 15 Stunden waren nötig, um das riesige Rotorblatt nach dem schweren Windradunfall auf der A33 am Dienstag (TAG24 berichtete) von der Autobahn zu schaffen. Nun beginnt für die Polizei die Rekonstruktion des Crashs.

Nach dem derzeitigen Stand ermitteln die Beamten wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen den mutmaßlichen Verursacher, einen 61-jährigen Mann aus Herzebrock-Clarholz. Er soll mit seinem Speditionslastwagen in den Schwertransport gekracht sein.

Dass dem Lkw-Fahrer bei dem heftigen Unfall nichts passiert ist, grenzt an ein Wunder. Nach dem Unglück hatte der Mann nur ein paar Kratzer im Gesicht. Gegenüber des WDR sagte er: "Ich habe diesmal tiefer gesessen als normal. Das war mein Glück." Nur um Zentimeter verfehlte der circa 70 Meter lange Windradflügel seinen Kopf.

Ganz ehrlich erzählte er weiter: "Ich habe geraucht und einen Kaffeebecher in der Hand" gehalten. Zwar hätte er die Warnleuchten gesehen - aber "wohl ein bisschen zu spät". Er habe zwar noch versucht auszuweichen, aber es war zu spät. Er vernahm nur noch ein Knirschen, ein Rauschen und dann war es vorbei.

Glücklich konnte der 61-Jährige auch darüber sein, dass die beiden Fahrbahnen eine massive Mauer abtrennt und nicht eine normale Leitplanke, denn sonst wäre sein Lkw mitten in die Gegenfahrbahn gerauscht.

Einen Lkw auf der Gegenfahrbahn erwischte der riesige Windradflügel auch noch.
Einen Lkw auf der Gegenfahrbahn erwischte der riesige Windradflügel auch noch.

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