Deshalb werden die Kitas in Plauen teurer

OB Ralf Oberdorfer (55, FDP) reagiert mit der Erhöhung auf steigende Personalkosten.
OB Ralf Oberdorfer (55, FDP) reagiert mit der Erhöhung auf steigende Personalkosten.

Von Doreen Grasselt

Plauen - Als erste Stadt in der Region schraubt Plauen nach dem Kita-Streik die Gebühren hoch. Der Stadtrat hat beschlossen, dass Eltern ab kommendem Jahr für Krippe, Kita und Hort mindestens zehn Prozent zusätzlich berappen müssen.

Aktuell zahlen Eltern für neun Stunden Krippenbetreuung rund 172 Euro, für den Kindergarten 91 Euro. Laut Stadtverwaltung seien die Beiträge für Kindergarten und Hort seit 15 Jahren nicht erhöht worden. Zum Vergleich: In Chemnitz und Zwickau zahlen Eltern rund 117 Euro für den Kindergarten, die Krippe kostet in Chemnitz 172, in der Robert-Schumann-Stadt sogar 210 Euro.

„Plauen ist den Familien über viele Jahre mit niedrigen Elternbeiträgen entgegengekommen“, erklärt OB Ralf Oberdorfer (55, FDP).

„Die Erhöhung der Elternbeiträge an Kitas ist eine dringend notwendige Anpassung an die ständig gestiegenen Personal- und Sachkosten.“

Außerdem reagiere die Stadt jetzt auf die neuen Tarifverträge infolge des Kita-Streiks, die zusätzliche Kosten von 1,7 Millionen Euro verursachen. „Der Zuschuss der Stadt für die Kindertagesstätten liegt somit pro Jahr bei rund zehn Millionen Euro, das muss eine Stadt erst einmal schultern können“, so Oberdorfer.

Künftig werden die Elternbeiträge jeweils zum 1. Januar automatisch an steigende Betriebskosten angepasst.

Fotos: Ellen Liebner (1), dpa (1)


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