Nach Terroranschlag von Halle: SPD-Landeschef wirft AfD Antisemitismus vor

Heidenheim - Nach dem Terroranschlag in Halle hat der baden-württembergische SPD-Landeschef Andreas Stoch der AfD Antisemitismus vorgeworfen.

SPD-Landesvorsitzender Andreas Stoch.
SPD-Landesvorsitzender Andreas Stoch.  © dpa/Sebastian Gollnow

Man müsse die AfD beim Namen nennen, denn sie sorge dafür, "dass antisemitisches, rechtsextremistisches Gedankengut auch in den Parlamenten sitzt", sagte Stoch auf dem SPD-Parteitag am Samstag in Heidenheim.

"Auf deutschem Boden darf es nie wieder Morde an Menschen geben anderen Glaubens, anderer Hautfarbe. Es darf keinen Platz mehr für Rassismus geben." Das müsse die SPD deutlich machen.

Am Mittwoch hatte ein schwer bewaffneter Deutscher versucht, in die Synagoge in Halle einzudringen, in der rund 50 Gläubige den wichtigsten jüdischen Feiertag Jom Kippur begingen.

Als der Plan misslang, erschoss der Täter eine 40 Jahre alte Frau und einen 20-jährigen Mann. Auf seiner Flucht verletzte er ein Ehepaar durch Schüsse schwer. Der 27 Jahre alte Verdächtige sitzt in Untersuchungshaft.

Er hat die Tat gestanden und dabei antisemitische und rechtsextreme Motive eingeräumt.

Am Mittwoch versuchte ein Schwerbewaffneter zu einer Feier in eine Synagoge einzudringen. (Symbolbild)
Am Mittwoch versuchte ein Schwerbewaffneter zu einer Feier in eine Synagoge einzudringen. (Symbolbild)  © Bernd Settnik/dpa-Zentralbild/dpa

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