Nach Sieg gegen Fenerbahce: Eine zweite Hälfte, die Bock auf "neue Hertha" macht

Berlin/Stegersbach - Hertha BSC konnte im ersten Testspiel des Trainingslagers in Stegersbach den türkischen Traditionsverein Fenerbahce Istanbul mit 2:1 besiegen. Nachdem es im Kabinentrakt zu unschönen Szenen kam, nahm die Partie mit Abpfiff eine unschöne Wendung, obwohl sich Trainer Ante Covic mit dem Gezeigten durchaus zufrieden zeigte.

Ante Covic (l.) spricht viel mit seinen Spielern und versucht seine Spielidee zu vermitteln.
Ante Covic (l.) spricht viel mit seinen Spielern und versucht seine Spielidee zu vermitteln.  © DPA

Der Spielverlauf erinnerte in Teilen an die vergangene Saison. Im ersten Abschnitt wirkte das Spiel der Hertha planlos, unkreativ mit wenig Lauffreude. Dagegen bot die zweite Hälfte jede Menge Spielfreude und Zielstrebigkeit, belohnt durch zwei sehenswerte Tore.

Ante Covic: "In der ersten halben Stunde hatten wir im 4-3-3-System keinen guten Zugriff – das allerdings gegen einen renommierten Gegner. Dann haben wir auf ein 3-5-2 umgestellt, und es wurde besser - diese Variabilität wünsche ich mir."

U21-EM-Teilnehmer Maximilian Mittelstädt spielte in Durchgang zwei und kommentierte: "Wir haben in der zweiten Halbzeit sehr gut gespielt, haben gut den Ball laufen lassen und uns einige Chancen herausgespielt."

Eine dieser Chancen verwertete Neuzugang Daishawn Redan in der 58. Spielminute, der nach feiner Passstafette, eingeleitet durch Sommereinkauf Eduard Löwen, vollstreckte und sein Premierentor für die "neue Hertha" feierte. "Ich bin sehr stolz 45. Minuten vom Trainer bekommen zu haben. Ich freue mich sehr über mein Tor und kann es kaum erwarten mehr zu schießen", so Redan.

Holland-Kumpel Dilrosun, zeigte eine engagierte zweite Halbzeit und freut sich ebenfalls: "Ich habe ihm gesagt er soll sein Spiel spielen und nicht nervös sein. Er hat gut gespielt und ein Tor geschossen. Das ist super für sein Selbstbewusstsein."

Traf zum zwischenzeitlichen 2:0 gegen Fenerbahce: Kapitän Vedad Ibisevic.
Traf zum zwischenzeitlichen 2:0 gegen Fenerbahce: Kapitän Vedad Ibisevic.  © dpa/Soeren Stache

Gerade die zweite Spielhälfte macht Bock auf mehr. Neben der schon genannten Zielstrebigkeit zeigte die Covic-Truppe den nötigen Mut, um vielversprechenden Offensiv-Fußball zu spielen.

"In der zweiten Halbzeit haben wir es richtig gut gemacht, mutig verteidigt und gehen dann auch verdient mit 2:0 in Führung, auch wenn wir nach dem Anschlusstreffer noch etwas zittern mussten", bewertete Herthas neuer Übungsleiter, der künftig seinen geliebten Angriffsfußball etablieren möchte.

Klar ist: Der Testkick gegen "Fener" sollte nicht überbewertet werden, dennoch zeigen einige der Akteure eine ordentliche Frühform. Besonders auffällig agierte Neuzugang Löwen, der im Mittelfeld immer wieder gute Ideen hatte und dem Spiel der Alten Dame erkennbar guttat.

Trainer Covic resümiert: "Insgesamt war es ein gelungener Test, gerade zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung."

Für Hertha geht es nun in eine längere Trainingsphase, in der weiter an der Taktik geschliffen wird, bevor dann am kommenden Mittwoch der englische Premier League-Club West Ham United zum Testkick bittet.

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