Nach Tod von Leipziger Elefantendame: PETA äußert scharfe Kritik an Zoos

Leipzig - Nach dem Tod der Elefantendame Thura im Leipziger Zoo hat die Tierschutzorganisation PETA Kritik am Leipziger Zoo geäußert.

Am Dienstagmorgen war Elefantendame Thura in ihrem Stall verstorben.
Am Dienstagmorgen war Elefantendame Thura in ihrem Stall verstorben.  © Zoo Leipzig

In einer Pressemitteilung fordert PETA den Zuchtstopp in Einrichtungen wie dem Leipziger Zoo.

"Thura ist ein Opfer der artwidrigen Haltung und Zucht von Elefanten in Zoos. Die Bedingungen sind extrem unnatürlich – die Zoo-Verantwortlichen lassen nach Gutdünken belastende Eingriffe wie `künstliche Befruchtungen‘ oder Abtreibungen bei den sensiblen Tieren vornehmen", so Dr. Yvonne Würz, Biologin und Fachreferentin für Tiere in der Unterhaltungsbranche bei PETA.

"Hinzu kommt, dass immer wieder Jungtiere durch Krankheiten und Unfälle sterben oder von ihren eigenen Müttern getötet oder verstoßen werden. Die Elefantenzucht im Zoo ist eine Sackgasse und muss beendet werden!", fordern die Tierrechtler.

Mit Thura sind nun bereits zwei Elefanten innerhalb von wenigen Wochen verstorben. Ende September wurde der Baby-Elefant Bên Lòng eingeschläfert, da er sich vor Schwäche nicht mehr auf den eigenen Beinen halten konnte.

"Tiere sind nicht dazu da, dass sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation spricht sich grundsätzlich gegen die Elefantenhaltung in Zoos aus, da diese unabhängig von der Haltungsform nicht artgerecht möglich ist", fasst die Tierschutzorganisation zusammen.

Rüssel-Dame Thura war am Dienstagvormittag im Innenstall des Elefantengeheges verstorben. Schon zuvor hatte das Tier ein schlechtes Allgemeinbefinden gezeigt, auch ihre Blutwerte waren nicht optimal gewesen (TAG24 berichtete).

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