Nach Todes-Drama in Frankfurt: Berliner U-Bahnhöfe vorerst ohne Bahnsteig-Türen

Berlin - Anders als etwa in München wird es in Berlins U-Bahnhöfen vorerst keine Bahnsteigtüren geben.

Anders als etwa in München wird es in Berlins U-Bahnhöfen vorerst keine Bahnsteigtüren geben. (Symbolbild)
Anders als etwa in München wird es in Berlins U-Bahnhöfen vorerst keine Bahnsteigtüren geben. (Symbolbild)  © DPA/david novi

Dagegen spreche die große Zahl der Zugtypen mit unterschiedlichen Türabständen, sagte eine Sprecherin der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG). Außerdem stünden zwei Drittel der 173 Bahnhöfe unter Denkmalschutz.

München hatte für 2023 ein Pilotprojekt mit Türen an der Bahnsteigkante angekündigt, die sich erst öffnen, wenn der Zug eingefahren ist. Ist das Projekt erfolgreich, sollen alle 100 U-Bahnhöfe der bayerischen Landeshauptstadt solche Türen bekommen. Das soll verhindern, dass Menschen vor Züge stürzen oder gestoßen werden.

Das Thema Türen vor U-Bahn-Gleisen beschäftigt die Bevölkerung seit dem schrecklichen Vorfall in Frankfurt stärker denn je. Ein 40-jähriger Eriträer hatte am 29. Juli 2019 eine ihm unbekannte Frau und ihren Sohn vor einen einfahrenden ICE gestoßen.

Die 40 Jahre alte Mutter konnte sich in Sicherheit bringen, ihr Sohn wurde vom Zug überrollt und getötet.

Hohe Glasscheiben an einem Bahnsteig in Bangkok (Thailand) des Bahnhofs Salah Daeng sorgen dafür, dass Passagiere bei der Einfahrt eines Nahverkehrszuges nicht auf die Gleise fallen oder gestoßen werden können.
Hohe Glasscheiben an einem Bahnsteig in Bangkok (Thailand) des Bahnhofs Salah Daeng sorgen dafür, dass Passagiere bei der Einfahrt eines Nahverkehrszuges nicht auf die Gleise fallen oder gestoßen werden können.  © DPA/christoph sator

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