Nach tödlicher Messerattacke: Mann muss lebenslang in Haft!

Der im Mordprozess angeklagte 22-Jährige Syrer verdeckte in einem Saal des Landgerichts Oldenburg (Niedersachsen) sein Gesicht mit einem Aktendeckel.
Der im Mordprozess angeklagte 22-Jährige Syrer verdeckte in einem Saal des Landgerichts Oldenburg (Niedersachsen) sein Gesicht mit einem Aktendeckel.  © Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Oldenburg - Nach der tödlichen Messerattacke auf einen 33 Jahre alten Mann mitten in der Oldenburger Innenstadt hat das Landgericht den Täter zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt.

Die Kammer sah es am Donnerstag als erwiesen an, dass der junge Syrer den Landsmann Ende Mai im Streit erstochen hat, wie der Gerichtssprecher sagte. Demnach hat die Kammer einen besonders schweren Fall des Totschlags festgestellt.

Die Staatsanwaltschaft hatte dem Angeklagten ursprünglich Mord vorgeworfen, im Plädoyer aber eine Verurteilung zu 13 Jahren Haft wegen Totschlags gefordert.

Die Verteidigung plädierte ebenfalls auf Totschlag und forderte eine Strafe im Ermessen des Gerichts. Die Nebenklage plädierte auf eine Verurteilung wegen Mordes.

Nach der Urteilsbegründung führte ein religiöser Konflikt zu der Tat. Demnach hatte der Begleiter des Opfers trotz Ramadans geraucht, wie der Gerichtssprecher schilderte.

Der 22-Jährige kritisierte das, woraufhin der 33-Jährige seinem Begleiter helfend zur Seite stand und den 22-Jährigen attackierte. Daraufhin wurde der 22-Jährige so wütend , dass er dem 33-Jährigen zunächst durchs Gesicht schnitt und ihn dann erstach, wie es weiter hieß.

Da die Tat mitten in der Innenstadt geschah, gab es zahlreiche Zeugen. Unten ihnen waren mehrere Schüler, die nun traumatisiert sind. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.


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