Nach Untergang eines Frachters vor Frankreich: Rund 2200 Tonnen Öl treiben noch immer im Meer!

Brest (Frankreich) - Trotz schlechter Wetterbedingungen kämpfen Einsatzkräfte nach dem Untergang eines Frachters in der Biskaya weiter gegen eine mögliche Ölkatastrophe an Frankreichs Westküste.
Das Schiff, das neben Containern auch über 2000 Fahrzeuge an Bord hatte, war gut 300 Kilometer von der Küste entfernt nach tagelangem Brand gesunken.
Das Schiff, das neben Containern auch über 2000 Fahrzeuge an Bord hatte, war gut 300 Kilometer von der Küste entfernt nach tagelangem Brand gesunken.  © Loic Bernardin/Marine Nationale/AP/dpa

Man versuche die im Meer treibenden Ölteppiche weiter einzudämmen, teilte die zuständige Seepräfektur mit. Die See sei rau, aber man setze die Arbeit fort. Ein Schiff aus Spanien soll ab Montag zur Unterstützung im Einsatz sein.

Gleichzeitig werde der dritte entdeckte im Meer treibende Ölteppich untersucht. Er befinde sich dort, wo das Schiff sank, sagte Stéphane Doll, Leiter der auf Wasserverschmutzung spezialisierten Einrichtung Cedre am Samstag.

Anfang der Woche werde man mehr darüber wissen - man habe Proben entnommen, die nun ausgewertet werden. Die Ölschicht war am Freitag entdeckt worden und ist nach Angaben der Präfektur ein Hinweis darauf, dass aus dem Wrack noch immer Schweröl freigesetzt werde.

Im Netz kursierten unterdessen Fotos, die einen verschmutzten Strand im Département Gironde zeigen sollen. "Verlassen Sie sich nicht auf alarmierende Fotos", warnte die Seepräfektur.

Nach ihren Angaben sollen Kontrollen am Strand erfolgen und Proben entnommen werden. Diese würden dann mit dem Öl des Frachters verglichen. Das Öl stammt aus den Treibstofftanks des Frachters.

Nach dem Untergang des Frachtschiffs "Grande America" am Dienstag treiben mehrere kilometerlange Ölteppiche in der Biskaya auf Frankreichs Westküste zu - es droht eine Ölpest.
Nach dem Untergang des Frachtschiffs "Grande America" am Dienstag treiben mehrere kilometerlange Ölteppiche in der Biskaya auf Frankreichs Westküste zu - es droht eine Ölpest.  © Uncredited/Marine Nationale/dpa

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