Die Wände voller Blut! Nachbarschaftsstreit in Hamburg eskaliert

Hamburg - Am Dienstagabend ist in Hamburg-Langenhorn ein Nachbarschaftsstreit eskaliert. Eine Frau erlitt schwerste Verletzungen.

Der Tatort in Langenhorn: Im Flur hängen Familienfotos, darunter ist alles voll Blut.
Der Tatort in Langenhorn: Im Flur hängen Familienfotos, darunter ist alles voll Blut.  © Sebastian Peters

Nach Angaben der Polizei schlug dabei ein 46-jähriger Mann auf seine 53-jährige Nachbarin mit Gegenständen ein. Die Frau erlitt dabei schwere Verletzungen.

Nach ersten Informationen hielten sich beide Personen in der gleichen Wohnung auf. Erst als andere Hausbewohner im Jugendparkweg Schreie hörten, wurde die Polizei gegen 18.50 Uhr hinzugerufen.

Als diese am Tatort eintrafen, fanden sie im Flur ein Bild des Grauens vor: Die Wände und der Boden waren voller Blut, eine Glasscheibe der massiven Wohnungstür im Erdgeschoss lag in Trümmern daneben.

Die Frau musste mit schweren Kopfverletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Es bestehe aber keine Lebensgefahr, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch.

Weitere Hintergründe zu der Tat waren am Morgen noch völlig unklar. Die Polizei ermittelt nun wegen versuchter Tötung.

Die Polizei sicherte mehrere Stunden lang den Tatort.
Die Polizei sicherte mehrere Stunden lang den Tatort.  © Sebastian Peters

Update, 11.31 Uhr:

Wie die Polizei am Mittwoch weiter mitteilte, stritt sich das 53-jährige Opfer mit dem Tatverdächtigen zunächst im Laubengang zu ihrer Wohnung. Nachbarn hörten die Frau laut um Hilfe rufen und verständigten die Polizei.

Daraufhin habe der Mann das Opfer aber in ihre Wohnung gezerrt und die Tür von innen verschlossen. Die eintreffenden Beamten mussten sich erst gewaltsam Zutritt zu der Wohnung verschaffen, in der sie die Frau schwerst verletzt im Flur fanden.

Der Tatverdächtige konnte unmittelbar nach der Tat festgenommen werden. Er hatte sich leichte Verletzungen zugezogen und musste in einem naheliegenden Krankenhaus ärztlich versorgt werden.

Die genauen Hintergründe bleiben unklar. Es gibt aber auch Hinweise auf eine mögliche psychische Erkrankung des Tatverdächtigen, die die Polizei noch nicht abschließend bestätigen konnte.

Titelfoto: Sebastian Peters

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