Eintracht-Adler weiter auf dem Höhenflug: Führt das jetzt zu Größenwahn?

Frankfurt - Neun Pflichtspiele, acht Siege, ein Remis und Platz vier in der Bundesliga-Tabelle: Die Frankfurter Eintracht scheint kaum mehr schlagbar zu sein. Das musste auch der FC Schalke 04 nach dem 3:0 in der Commerzbank Arena schmerzlich erfahren. Doch was stellt die Erfolgsserie mit den Akteuren der SGE an?

Sebastién Haller (Mi.) setzte dem Heimsieg gegen Schalke mit seinem Treffer zum 3:0-Endstand die Krone auf.
Sebastién Haller (Mi.) setzte dem Heimsieg gegen Schalke mit seinem Treffer zum 3:0-Endstand die Krone auf.  © dpa/Uwe Anspach

Lange hatte die Eintracht gebraucht, um trotz Überlegenheit auch wahre Torgefahr gegen die Gäste aus Gelsenkirchen zu entwickeln. Letztlich gelang es der Truppe von Coach Adi Hütter aber doch den Knoten zum Platzen zu bringen. Luka Jovic (61. und 73.) und Sebastién Haller (80.) sorgten für die spielentscheidenden Treffer - und stehen nun mit neun (Jovic) und acht (Haller) Treffern gemeinsam an der Spitze der Torjägerliste.

Und selbst die Tatsache, dass man den großen FC Bayern München in der Tabelle hinter sich gelassen hat, löst in den Köpfen von Spielern und Trainern keinerlei Anflug von Größenwahn aus. Selbst beim aktuellen Überflieger Jovic nicht.

"Die Eintracht ist im Flow und ich auch. Es geht einfach in dem Rhythmus weiter und das ist ein unglaubliches Gefühl. Die zwei Tore freuen mich total, aber die Hauptsache ist, dass die Mannschaft 3:0 gewonnen hat", so der erst 20-jährige Serbe nach dem Abpfiff.

Und auch der Schütze zum 3:0 gab sich bescheiden: "Ich hoffe, dass wir genau so weiterkämpfen und Tore schießen. Wir müssen uns auf unsere Performance konzentrieren und nicht auf irgendwelche Ziele", äußerte sich Haller den Medienvertretern gegenüber.

Den entscheidenden Tritt auf die Euphoriebremse machte dann Trainer Hütter: "Was wir in den letzten Wochen in der Europa League und auch in der Bundesliga geleistet haben, ist schon beeindruckend".

Dennoch möchte der österreichische Fußballlehrer ein Fazit frühestens nach den acht in diesem Jahr noch ausstehenden Partien ziehen.

Trotz blutigem Cut im Gesicht konnte man Jonathan de Guzmán die Freude über den Sieg gegen Schalke nicht nehmen.
Trotz blutigem Cut im Gesicht konnte man Jonathan de Guzmán die Freude über den Sieg gegen Schalke nicht nehmen.  © dpa/Uwe Anspach

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