Nachgefragt: Wie findet man auf Partnerbörsen ein passendes Gegenstück?

Deutschland - Dating gehört zu einer der wichtigsten Anwendungen seit Beginn des Internets. Doch wie ist man dort wirklich erfolgreich?

Viele träumen den Traum vom Partner fürs Leben aus dem Netz. Doch damit das klappt, muss man sich zwingend Mühe geben. Partnerbörsen sind gigantisch. Nicht weniger als 21 Prozent aller heute Verpartnerten führen mittlerweile das erste Kennenlernen auf Internetportale zurück – weit vor Klassikern wie dem Arbeitsplatz oder dem Sport.

Viele träumen den Traum vom Partner fürs Leben aus dem Netz. Doch damit das klappt, muss man sich zwingend Mühe geben.
Viele träumen den Traum vom Partner fürs Leben aus dem Netz. Doch damit das klappt, muss man sich zwingend Mühe geben.  © pixabay.com © StockSnap

Und obwohl die erste Dating-Seite, match.com, bereits 1995 an den Start ging, zeigt das Trendbarometer von nachgefragt.net, dass das Thema Onlinedating nach wie vor ganz oben bei den Anbietern und Nachfragenden steht.

Doch wie findet der Topf dort seinen Deckel? Immerhin ist ja schon allein die Anbieteranzahl gigantisch. Das haben wir für den folgenden Artikel eruiert.

1. Zunächst auf ein großes Portal fokussieren

Singlebörsen gibt es ebenso zuhauf wie Partnervermittlungen und Seiten, in denen es nur um „schellen Spaß“ geht. Es ist also unumgänglich, zu wissen, was man davon überhaupt in Anspruch nehmen will.

Dann aber sollte man sich auf ein einzelnes Portal fokussieren. Die allermeisten Seiten eint, dass es für die vollständige Nutzung unumgänglich ist, Geld zu bezahlen. Damit das nicht ausufert, sollte man zu jedem Zeitpunkt nur einen Account haben – und auch dabei einige Vorsichtsmaßregeln beherzigen.

Das mag zwar augenscheinlich die Reichweite schmälern, tatsächlich finden sich jedoch auf derartig großen Portalen so viele Menschen, dass man sich darüber nicht den Kopf zerbrechen muss.

2. Einen seriösen Nickname wählen

Bei den meisten Portalen bleibt der echte Name anonym und man gibt ein Alias ein. Das jedoch sollte man sorgfältig wählen. Viele inkludieren das Alter bzw. das Geburtsjahr. Kann man durchaus machen, aber auch dann gilt schon zum ersten Mal (von vielen weiteren Malen in diesem Text) die Grundregel, ehrlich sein zu müssen.

Wer eine feste Beziehung sucht, sollte nicht schon hier lügen oder „beschönigen“. Ferner sollte man auch nicht zu abstrakte oder verspielte Spitznamen wählen („Katzenfee_78“, „Supermann81“ usw.).

Und: Der Nickname wird, wenn man miteinander schreibt, auch vom Gegenüber geschrieben werden müssen. Bitte also keine kryptischen Buchstabenketten nehmen, bei denen man sich höchstwahrscheinlich immer vertippt.

Datingportale sind meist kostenpflichtig. Vielleicht ein guter Grund, sich professionell portraitieren zu lassen.
Datingportale sind meist kostenpflichtig. Vielleicht ein guter Grund, sich professionell portraitieren zu lassen.  © pixabay.com © AdinaVoicu

3. Ein aktuelles, ungeschöntes Foto

Jeder von uns hat Macken. Doch gerade das Internet verleitet enorm dazu, diese auf seinen Dating-Profilbildern zu kaschieren. Da wird dann gepost und getrickst was das Zeug hält. Natürlich, der Erfolg spricht für sich, man sieht besser aus, die Chancen steigen.

Doch je höher man auf diese Weise klettert, desto tiefer wird der Fall, wenn man sich erstmalig trifft. Dann gibt es kein „von oben fotografieren“, keine Bildbearbeitung, kein vorteilhaftes Licht. Und dann? Fühlt sich das Gegenüber zurecht in die Irre geführt. Man muss keine schonungslosen Fotos veröffentlichen, aber so ehrlich sollte man sein.

Und vielleicht ist das Abonnement, das man auf der Datingseite abschließt, auch ein guter Anlass, sich von einem professionellen Fotografen ablichten zu lassen, dann vermeidet man auch typische Foto-Fehler.

4. Keine Allgemeinplätze, bitte

Es wäre vielleicht Aufgabe für eine Bachelor-Arbeit, mal zu zählen, wie häufig auf Datingseiten Menschen von sich behaupten, man könne mit ihnen „Pferde stehlen“, sie seien „immer gut gelaunt“, „superspontan“ und dergleichen.

Denn Tatsache ist, (zu) viele Menschen beschreiben sich auf ihren Profilen mit sehr allgemein gehaltenen Begrifflichkeiten. Man glaubt zwar, damit viel über sich auszusagen, tut es aber ganz und gar nicht. Wer herausstechen will, sollte genauer sein: Warum kann man mit Ihnen Pferde stehlen? Was macht Sie so superspontan? Hier kann man ruhig ausführen; das Gegenüber soll sich ja ein Bild machen können.

Doch egal was man schreibt: Ehrlichkeit und keine Hochstapelei. Wer eine Handvoll Sommerurlaube in der Toskana zu einer „zweiten Heimat“ umdeklariert, übertreibt maßlos.

5. Alles ausfüllen

Vor allem jene Portale, die einem Vorschläge für mögliche Partner machen, benötigen dazu natürlich eine Datengrundlage – und die meisten wollen dazu sehr vieles wissen. Tatsache ist jedoch, wer auf Geheimniskrämerei und Datenschutz aus ist, sollte eher offline auf Partnersuche gehen.

Denn damit die Algorithmen dieser Seiten wie gewünscht (und bezahlt!) funktionieren, ist es zwingend notwendig, sie mit den nötigen Daten zu füttern. Und selbst wenn es nicht die Algorithmen sind, so sollte man doch dem menschlichen Gegenüber nicht weniger verraten – auch um sich selbst vor Fehl-Dates zu schützen.

Dating ist Arbeit, auch online. Wer erfolgreich sein will, sollte täglich reinschauen, schreiben, suchen.
Dating ist Arbeit, auch online. Wer erfolgreich sein will, sollte täglich reinschauen, schreiben, suchen.  © pixabay.com © RachelScottYoga

6. Selbst aktiv sein

Es gibt viele Menschen, die betreiben Onlinedating getreu der Maxime „Gutes kommt zu dem, der warten kann“. Und sie warten – darauf, dass jemand ihr Profil entdeckt und sie anschreibt.

So funktioniert es jedoch leider nicht. Wer Dates haben will, muss Zeit in die Seite investieren. Er muss Profile durchschauen, muss mit den Leuten schreiben. Sich einfach nur zurücklehnen und zu warten führt nur zu Misserfolg.

Übrigens: Dazu gehört es auch, etwaige Apps zu installieren. Wer immer nur für eine Stunde am Tag erreichbar ist, wirkt auf das Gegenüber nicht so, als sei es ihm ernst.

Fazit

Onlinedating ist für viele das Mittel der Wahl, um einen neuen Partner zu finden – und auf bestem Weg, zur maßgeblichen Kontaktquelle zu werden. Das bedeutet aber auch, dass man, um aus dieser Masse herauszustechen, mit seinem Profil Aufsehen erregen muss.

Ehrlichkeit ist dabei das Allerwichtigste. Beinahe ähnlich wichtig ist es jedoch auch, wirkliche Mühe zu investieren. Dann allerdings darf man (fast) gewiss sein, ein „Match“ zu finden.


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