Nach 33 Jahren weiß dieser Mann endlich, wer er wirklich ist

Gatwick - Er ging als Gary Gatwick in die Geschichte ein, weil er als Baby am Flughafen Gatwick ausgesetzt wurde. 33 Jahre lang wusste der Mann nichts über seine eigene Identität. Mithilfe von DNA-Untersuchungen konnte er nun jedoch herausfinden, wer er wirklich ist.

Steve Hydes alias Gary Gatwick wusste 33 Jahre lang nichts über seine Herkunft.
Steve Hydes alias Gary Gatwick wusste 33 Jahre lang nichts über seine Herkunft.  © Facebook Screenshot @gatwickbaby (Bildmontage)

Steve Hydes wurde 1986 als gerade einmal 10 Tage altes Baby von seiner Mutter in den Toiletten des Flughafens Gatwick südlich von London zurückgelassen. Ein Verkäufer entdeckte ihn.

Da niemand die Herkunft des Babys in Erfahrung bringen konnte, gab man ihm das Pseudonym "Gary Gatwick" als Anlehnung an den Ort, an dem er gefunden wurde. Den Namen Steve Hydes erhielt er, als er adoptiert wurde.

Steve, der inzwischen 33 Jahre alt ist, enthüllte nun auf Facebook, dass er es geschafft habe, seinen leiblichen Vater aufzuspüren - dieser jedoch nichts von Steves Existenz gewusst habe. Auch die Identität seiner Mutter konnte Steve ausfindig machen. Sie ist jedoch bereits verstorben.

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Steve Hydes schrieb auf Facebook: "Einige gute Nachrichten! Nach 15 Jahren der Suche freue ich mich, bestätigen zu können, dass wir zusammen mit der harten Arbeit von Genetic Genealogists, CeCe Moore und Helen Riding in der Lage waren, meine Geburtsfamilie aufzuspüren. Leider ist meine Mutter nicht mehr am Leben, und ich kann nicht herausfinden, was und warum es passiert ist."

Weiterhin kommentierte er: "Die Arbeit der Ahnenforscher ist unglaublich. Es ist ihnen zu verdanken, dass Fälle wie meiner gelöst werden können. Jeden Tag werden mehr Menschen auf ihre DNA untersucht, und ich hoffe, dass meine Geschichte dazu beitragen kann, das Bewusstsein zu schärfen und zu verhindern, dass andere Babys verlassen werden."

Steve ist inzwischen selbst Vater von zwei Kindern. Jahrelang hatte er damit verbracht, seine Geschichte in die Öffentlichkeit zu bringen, um seine Mutter und seinen Vater zu finden.

Gegenüber The Sun äußerte er, er hege keine negativen Gefühle gegenüber seinen Eltern: "Es ist das Nicht-Wissen. Warum es passiert ist... Solche Dinge würde ich gern wissen wollen. Es sind so viele Fragen, von denen ich hoffe, dass sie eines Tages jemand für mich beantworten wird."

Steve wuchs als Adoptivkind mit drei Schwestern auf. Laut eigenen Angaben hatte er eine "wundervolle Kindheit". Nach seiner Entdeckung bleibt nun zu hoffen, dass Steve noch mehr über seine verstorbene Mutter und die Gründe seiner Aussetzung herausfinden kann.

Titelfoto: Facebook Screenshot @gatwickbaby (Bildmontage)

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