Familienministerin Giffey gerät wegen Plagiat weiter unter Druck

Berlin - Auf mehr als jeder dritten Seite, konkret auf 76 von 205 Seiten, sei Plagiatstext gefunden worden, heißt es auf der Internetseite der Plagiatsjäger VroniPlag. Die Bundesfamilienministerin (SPD) dürfte dadurch weiter unter Druck geraten.

Laut Urteil von VroniPlag soll die SPD-Ministerin sehr unsorgfältig gearbeitet haben.
Laut Urteil von VroniPlag soll die SPD-Ministerin sehr unsorgfältig gearbeitet haben.  © DPA

Laut Bericht von Spiegel Online hat VroniPlag die Prüfung der Dissertation nun abgeschlossen. Giffey habe auf einer Seite ihrer Arbeit sogar mehr als drei Viertel aus fremden Texten übernommen.

Auch die Freie Universität Berlin prüft Giffeys Doktorarbeit seit Februar wegen Plagiatsverdachts. Ein Ergebnis der Untersuchung steht noch aus.

Die SPD-Politikerin hatte die Hochschule selbst darum gebeten, nachdem VroniPlag mehrere Stellen beanstandet hatte (TAG24 berichtete). Zugleich betonte sie, sie habe die Arbeit "nach bestem Wissen und Gewissen verfasst".

Giffey promovierte von 2005 bis 2009 im Bereich Politikwissenschaft am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin. Ihre Dissertation verfasste sie zum Thema "Europas Weg zum Bürger – Die Politik der Europäischen Kommission zur Beteiligung der Zivilgesellschaft".

Giffey beim "Marktplatz der Generationen" der Demografiewerkstatt Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern 2019.
Giffey beim "Marktplatz der Generationen" der Demografiewerkstatt Kommunen in Mecklenburg-Vorpommern 2019.  © DPA

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