Rezo plaudert bei Böhmermann: Das sind die Folgen seines CDU-Videos

Köln - Bei "Neo Magazin Royale" plauderte YouTuber Rezo mit Jan Böhmermann (38) über die Folgen seines mittlerweile 15 Millionen Mal geklickten Videos "Die Zerstörung der CDU".

Rezo (li.) war zu Gast bei Jan Böhmermanns (re.) "Neo Magazin Royale".
Rezo (li.) war zu Gast bei Jan Böhmermanns (re.) "Neo Magazin Royale".  © DPA

Einladungen bei diversen großen Talk-Shows hatte der 26-Jährige ausgeschlagen, um stattdessen seinen ersten echten TV-Auftritt in Böhmermanns Satire-Show zu absolvieren.

Ob denn das Video - in dieser Form war es tatsächlich Rezos erstes größeres politisches Statement - spürbare Auswirkungen auf seine Anhängerschaft habe, wollte Böhmermann dann unter anderem wissen.

Auf zwei Dinge kam Rezo da zu sprechen. Zum einen seien viele Leute, die ihm nun schreiben, nicht mehr Anfang, sondern Mitte 20. Und diese Klientel würde ihm nicht mehr "einfach so Nacktbilder schicken", sondern lieber nach der Einladung zu einem gemeinsamen Kaffee fragen. Aha.

Zu anderen habe ihn das Video einen eigentlich eingetüteten Werbe-Deal gekostet. Das habe er aber schon geahnt, bevor er das Video gepostet hatte. "Aber es wäre nicht viel Geld gewesen?", fragte Böhmermann nach. "Doch", sagte Rezo und grinste.

Für die gute Sache war ihm dies also wohl egal. Wer da vom Deal Abstand nahm, wollte Rezo aber nicht mitteilen.

Rezos Tipp an die Polit-Profis: "Weniger Scheiße bauen!"

Weniger Scheiße bauen und eine menschlichere Sprache fordert Rezo von den Politikern.
Weniger Scheiße bauen und eine menschlichere Sprache fordert Rezo von den Politikern.  © DPA

Insgesamt sei er vom unglaublichen Feedback auf das Video selbst komplett überrascht gewesen, so Rezo weiter. Ein 50-Minuten-Video über eine Partei? Das sei eigentlich auf YouTube undenkbar.

Und warum hat er es dann gemacht? "Ich hatte Bock darauf, mich in ein paar Themen reinzufuchsen", sagte Rezo.

Die Reaktionen seitens der CDU hätten sich dann in den vergangenen Wochen irgendwo zwischen Ablehnung und Anbiederung bewegt.

So habe er Anfragen für gemeinsame Videos von Unions-Politikern bekommen. Es sei aber auch fälschlicherweise verbreitet worden, dass er für "Die Vernichtung der CDU" gekauft worden sei. "Es kann sich irgendwie keiner vorstellen, dass einfach einer mal was macht, ohne dafür Geld zu bekommen", sagte Rezo dazu.

Selbst in die Politik gehen will der YouTuber allerdings nicht. Dennoch hat er zwei Tipps für alle Polit-Profis, die von seinem Video auf dem falschen Fuß erwischt worden sind. "Weniger Scheiße bauen" und "Menschlicher und klarer in der Sprache werden."

Titelfoto: DPA

Mehr zum Thema Jan Böhmermann:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0