Hat Mann (44) aus Rache Nacktfotos von Ex-Freundin in der Stadt verteilt?

Aschaffenburg - Die Liste der Vorwürfe gegen einen 44-Jährigen ist lang: Er soll unter anderem eine Rohrbombe gebastelt haben, um seine Ex-Freundin zu töten, und Nacktbilder der Frau in Aschaffenburg verteilt sowie im Internet verbreitet haben.

Die Nacktfotos der Frau wurden in Aschaffenburg verteilt (Symbolbild).
Die Nacktfotos der Frau wurden in Aschaffenburg verteilt (Symbolbild).  © Montage: 123Rf/meinzahn, 123Rf/puhhha

Wegen insgesamt knapp einem Dutzend verschiedener Delikte steht der Mann seit Montag vor dem Landgericht Aschaffenburg.

Dort räumte er einen Teil der Vorwürfe ein, andere bestritt er energisch.

So gab der Mann zu, dass er – wohl aus RacheNacktfotos seiner Ex-Freundin verbreitet hat.

Vehement wandte er sich jedoch gegen den Vorwurf, er habe seine Ex-Freundin mit einer Rohrbombe töten wollen. Die von der Anklage vorgelegten Beweisstücke hätten einem geplanten privaten Feuerwerk dienen sollen.

Sein Verteidiger verwies darauf, dass auch ein gefundener Zünder nicht funktionstüchtig gewesen sei.

Am Nachmittag sollte die Ex-Freundin, die auch als Nebenklägerin auftritt, vor dem Gericht aussagen.

Angeklagter gesteht Stalking von weiterer Ex-Freundin

Der Angeklagte bestritt vor Gericht ebenfalls den Vorwurf des Versicherungsbetrugs. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, einen Einbruch in sein Fitnessstudio sowie in sein Privathaus vorgetäuscht zu haben.

Einen anderen Strafvorwurf räumte er dagegen ein: Er gab zu, dass er bereits einer anderen Ex-Freundin auf unzulässige Weise nachgestellt habe – per Stalking.

Titelfoto: Montage: 123Rf/meinzahn, 123Rf/puhhha