Charlotte Geille macht sich für Frauen stark: So lief der "Miss Germany"-Contest für sie

Stuttgart/Köln - Die Amtszeit von Nadine Berneis (29) als Miss Germany neigt sich dem Ende zu. Zahlreiche junge Frauen aus der ganzen Bundesrepublik wollten ihr nachfolgen und machten bei dem Wettbewerb mit. Eine davon: TAG24-Redakteurin Charlotte Geille (26).

TAG24-Redakteurin Charlotte nahm an der Wahl zur Miss Germany teil.
TAG24-Redakteurin Charlotte nahm an der Wahl zur Miss Germany teil.  © Instagram.com/charliee_ge

Die 26-Jährige wollte für ihr Bundesland Nordrhein-Westfalen zum Finale im Februar 2020 in den Europa-Park Rust fahren - und dort die Krone erringen.

Zu der Teilnahme wäre es zunächst gar nicht erst gekommen, konnte sich Charlotte doch mit der Miss-Wahl bislang nicht identifizieren. Auch habe sie keine Modelmaße.

Weil die Veranstalter beim diesjährigen Contest aber mit einem neuen Konzept aufgewartet hätten, entschied sie sich, mitzumachen: "Und zwar ging es dieses Jahr nicht so sehr ums Äußere, sondern um die inneren Werte und die Message, die die Frauen mit sich bringen. Da dachte ich mir: 'Warum probierst Du es nicht einfach aus?'"

Und was war die Message, mit der die Journalistin die Jury überzeugen wollte? "Ich möchte mich für junge Frauen stark machen", berichtet sie. "Und für die Themen Gleichberechtigung und Frauenrechte sensibilisieren."

Im Sommer erfuhr sie via Instagram von dem Wettbewerb, meldete sich an - und hörte erstmal nichts mehr. "Ich dachte mir, da werden sich bestimmt tausende Frauen bewerben. Denn wenn es nicht mehr nur um Äußerlichkeiten gehen soll, werden sich bestimmt mehr Frauen angesprochen fühlen."

Irgendwann kam dann aber doch die Rückantwort der Veranstalter: Zusage! Für ein kurzes Interview und ein Foto-Shooting ging es danach nach Hamburg. Zunächst gab es 16 Kandidatinnen pro Bundesland, davon blieben noch zehn übrig. Darunter auch Charlotte.

Sie reagierte darauf locker: "Ich hab' mich gefreut, aber ich hab' mir auch nicht großartig Hoffnungen gemacht." Die Deutsch-Französin blieb auf dem Boden. Von vielen Menschen habe sie während ihrer Teilnahme ob ihrer gesellschaftlichen Anliegen positives Feedback bekommen. "Vielleicht konnte ich damit auch die ein oder andere Person erreichen."

Charlotte wurde nicht Miss NRW

Nach dem Aus war Charlotte zwar enttäuscht, aber nicht traurig: "Es hat trotzdem Spaß gemacht".
Nach dem Aus war Charlotte zwar enttäuscht, aber nicht traurig: "Es hat trotzdem Spaß gemacht".  © Instagram.com/charliee_ge

Am 6. Dezember war dann klar, welche der zehn Damen diejenige ist, die für NRW zum Finale nach Süddeutschland fährt. Für Charlotte endete an der Stelle leider die Miss-Wahl, sie kam nicht weiter. Stattdessen wurde die Polizistin Kim Irmgartz (29) zur Miss NRW gekürt.

"Im ersten Moment war ich natürlich ein bisschen enttäuscht", sagt die 26-Jährige. "Weil ich dann doch irgendwie eine kleine Hoffnung hatte, dass es vielleicht klappt."

Anlass für tiefe Traurigkeit sei das Aus aber nicht gewesen, versichert sie. "Mensch, dann ist es halt so. Es hat trotzdem Spaß gemacht und ich wünsche der Miss NRW natürlich viel Glück und drücke für mein Bundesland die Daumen."

Von der künftigen Miss Germany wünscht sich Charlotte, dass diese sich für Themen wie Frauenrechte und Gleichberechtigung einsetzt. "Das wäre natürlich klasse." Denn ob Gewalt gegen Frauen oder Frauenquoten in Unternehmen: Die Journalistin sieht noch genug Handlungsbedarf im Zusammenleben der Geschlechter.

Ob sie nochmals einen Anlauf bei der Miss-Wahl unternehmen würde? "Ich möchte es nicht ausschließen, aber im Moment denke ich nicht darüber nach." Auf Teufel komm raus wolle sie nicht ihr Glück probieren.

Das Finale der Wahl zur Miss Germany findet am 15. Februar 2020 im baden-württembergischen Rust statt.

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