1807 Menschen wollen Nadine das Leben retten

Am Sonnabend gab es in der Galerie Roter Turm eine große Registrierungsaktion für die krebskranke Nadine.
Am Sonnabend gab es in der Galerie Roter Turm eine große Registrierungsaktion für die krebskranke Nadine.

Chemnitz - Das Schicksal der Psychologiestudentin Nadine Winter (25), die an Leukämie sterben muss, wenn sich kein geeigneter Stammzellspender findet, bewegt die Chemnitzer: So kamen am Wochenende 1807 potenzielle Lebensretter in die Galerie Roter Turm, um sich bei einer Registrierungsaktion testen zu lassen.

„Mit 1000 Menschen hätte ich bei diesen sommerlich-heißen Temperaturen gerechnet. Dass es fast doppelt so viele werden, ist einfach nur spitze. Denn je mehr Menschen sich registrieren lassen, umso größer ist die Hoffnung für Nadine und andere Blutkrebspatienten“, sagt Initiatorin Annett Meylan (31).

Mitmachen konnte jeder gesunde Mensch zwischen 18 und 55 Jahren. Bei der Registrierung wurden fünf Milliliter Blut abgenommen.

Die Daten, die bei dieser Aktion gesammelt werden, laufen nun im zentralen Knochenmarkspender-Register in Ulm zusammen. Annett Meylan: „Jetzt bleibt zu hoffen, dass ein geeigneter Spender dabei ist. In ein bis zwei Wochen wissen wir mehr.“

Nadine Winter (25) kämpft tapfer gegen die Krankheit.
Nadine Winter (25) kämpft tapfer gegen die Krankheit.
Susanne Wollschläger (18) lässt sich von Yvonne Kühnert (27) Blut abnehmen.
Susanne Wollschläger (18) lässt sich von Yvonne Kühnert (27) Blut abnehmen.

Zahl der Hoffnung

Kommentar von Bernd Rippert

Die Hoffnung hat eine Zahl: 1807. So viele Menschen kamen zur Registrierungsaktion für die Studentin Nadine Winter in die Galerie Roter Turm. Nadine würde ohne einen passenden Stammzellspender an Leukämie sterben. Doch 1807 Bürger wollen ihr Lebensretter sein - wenn ihr Gewebe zur Studentin passt.

Die Hoffnung hat auch ein Gesicht: Speziell für Nadine Winter schrieb der Chemnitzer Star-Schauspieler Matthias Schweighöfer einen Aufruf an seine Stadt, forderte die Bürger auf, sich registrieren zu lassen. Aber auch Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig will der jungen Frau helfen, ließ sich selbst Blut abnehmen.

Das alles zeigt, wie sehr die Chemnitzer (und andere) Anteil nehmen an menschlichen Schicksalen. Der Kampf ist längst nicht gewonnen. So wie Nadine bangen viele Menschen, die mit der Diagnose Leukämie einer ungewissen Zukunft entgegensehen.

Sie alle brauchen Hoffnung. Und wir, wir können sie geben. Mit unserem Blut und unserem gemeinsamen Willen zu helfen. Wie man Hoffnung und Leben spendet, verrät die Internetseite www.dkms.de

Fotos: Uwe Meinhold


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