Nächster Messi-Aussetzer: Rot und Medaillenboykott bei "kleinem" Copa-Finale

Sao Paolo - Argentiniens Nationalmannschafts-Kapitän und Superstar Lionel Messi sorgt zum wiederholten Mal für mächtig Wirbel bei der Copa América.

Messi und Medel bekommen nach ihrer Rangelei Glatt Rot von Schiedsrichter Mario Diaz de Vivar.
Messi und Medel bekommen nach ihrer Rangelei Glatt Rot von Schiedsrichter Mario Diaz de Vivar.  © Victor R. Caivano/AP/dpa

Binnen weniger Tage fällt der sonst für seine außergewöhnlichen fußballerischen Qualitäten bekannte Argentinier durch Entgleisungen auf wie neben dem Platz auf.

Im "kleinen Finale" der Copa América in Brasilien konnten sich die "Albiceleste" um Barcelona-Star Lionel Messi mit 2:1 gegen den Titelverteidiger Chile durchsetzen.

Doch sowohl Ergebnis als auch die niveau-armen 90 Minuten gerieten schnell in den Hintergrund. Hauptakteur dafür einmal mehr: Lionel Messi!

"Wir sollten an dieser Korruption nicht teilnehmen. Wir haben die Nase voll (...) von der Korruption, den Schiedsrichtern und alles, was das Spektakel verdirbt", so der Kapitän der Argentinier nach dem Spiel und legte nach: "Es gab einen Mangel an Respekt uns gegenüber bei dieser Copa América".

Damit bekräftigte er noch einmal seine Aussagen vom vergangenen Mittwoch, als er nach dem verlorenen Halbfinale gegen Brasilien bereits die Schiedsrichter und den Verband deutlich kritisierte und Korruption vorwarf!

Auslöser für die erneute Kritik Messis war wohl unter anderem sein Platzverweis in der 37. Minute. Messi schubste "La Roja"-Kapitän Gary Medel im Anschluss an einen Zweikampf. Dieser wiederum ging auf Messi zu, deutete mehrfach Kopfstöße an. Nach kurzer Rangelei der beiden Spielführer zog Schiedsrichter Mario Diaz de Vivar prompt die rote Karte für beide.

Auch nach Überprüfung durch den VAR blieb der Unparteiische bei seiner Einschätzung. Eine äußerst strittige und harte Entscheidung, in einem zum Teil überhart geführten Spiel, welchem der Schiedsrichter über die gesamte Spieldauer nur bedingt gewachsen schien.

Messi boykottiert Siegerehrung und legt nach!

Auch im Halbfinale gegen Brasilien war der 32-Jährige mit den Unparteiischen äußerst unzufrieden.
Auch im Halbfinale gegen Brasilien war der 32-Jährige mit den Unparteiischen äußerst unzufrieden.  © Victor Caivano/AP/dpa

Auch nach seinem 135. Länderspiel für Argentinien war der Superstar kaum zu beruhigen, boykottierte nach dem Spiel sogar die Medaillenvergabe.

"Wir hätten besser sein können, aber sie haben uns nicht ins Finale kommen lassen. Korruption und die Schiedsrichter lassen die Fans nicht den Fußball genießen. Das ruiniert den Fußball", so der 32-Jährige.

Der südamerikanische Verband CONMEBOL ließ mit einer Antwort auf Messis Anschuldigungen nicht lange auf sich warten, sprach von "inakzeptablen" und "unbegründeten Anschuldigungen" von Seiten des Argentiniers und forderten gleichzeitig Respekt vor dem Unparteiischen-Gespann und dessen Entscheidungen ein.

Argentinien gewann das "Spiel um Platz Drei" nach den Toren von Aguero (Vorlage Messi, 12.) und Dybala (22.) mit 2:1. Der Anschlusstreffer des Messis Barcelona-Teamkollegen und Ex-Bayern Profi Arturo Vidal per Strafstoß (59.) konnte den Sieg der "Albiceleste" nicht verhindern.

Am heutigen Sonntag stehen sich schließlich in Rio de Janeiro Gastgeber Brasilien und Peru gegenüber.

Noch im Clinch mit Medel blickt Messi den Schiedsrichter aufgrund seines Platzverweises ungläubig an.
Noch im Clinch mit Medel blickt Messi den Schiedsrichter aufgrund seines Platzverweises ungläubig an.  © Victor R. Caivano/AP/dpa

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