Nächstes Mega-Projekt: Leipzig plant neues Viertel am Bayerischen Bahnhof

Am Bayerischen Bahnhof soll Leipzigs nächstes Viertel entstehen. Geplant sind bis zu 3000 Wohnungen.
Am Bayerischen Bahnhof soll Leipzigs nächstes Viertel entstehen. Geplant sind bis zu 3000 Wohnungen.  © Ralf Seegers

Leipzig - Die Verwaltung nimmt das nächste Großprojekt in Angriff: Zwischen dem Bayrischen Platz und der Kurt-Eisner-Straße soll ein neues Viertel mit bis zu 3000 Wohnungen, einem riesigen Park und Gewerbeflächen entstehen.

In der vergangenen Woche gab die Stadtspitze die Vorlage für das Areal am Bayerischen Bahnhof frei. am 21. Juni entscheidet dann der Stadt über das Großprojekt. Dies berichtet die "Leipziger Volkszeitung".

Geplant sind auf der 40 Hektar großen Fläche neben Wohnungen für verschiedene Ansprüche auch Schulen, Kindertagesstätten und Gewerbeflächen. Laut LVZ waren bereits 2016 mehrere Bauvoranfragen für folgende Projekte eingereicht worden: 180 Wohnungen am Dösner Weg, eine Kita 165 Plätzen auf dem Gelände von Gurken-Schumann, den Wiederaufbau des Ostflügels des Bayerischen Bahnhofs, ein Neubauensemble mit einem bis zu 35 Meter hohen "Hochpunkt" am Eingang der Straße des 18. Oktober sowie mehrere Wohnhäuser mit fünf Etagen plus Dachgeschoss entlang der Kohlenstraße.

Nach Informationen der LVZ soll die Entscheidung über die Bauvoranfrage für die Wohnungen am Dösner Weg in den nächsten Tag eingehen.

Neben Wohnungen soll auf der 40 Hektar großen Fläche auch ein acht Hektar großer Park entstehen.
Neben Wohnungen soll auf der 40 Hektar großen Fläche auch ein acht Hektar großer Park entstehen.  © Ralf Seegers

Mindestens 30 Prozent der Wohnungen sollen Grundrisse erhalten, die auf die Vorgaben für Hartz-IV-Bezieher zugeschnitten sind. Die Bauarbeiten könnten Ende 2017 beziehungsweise Anfang 2018 beginnen.

Darüber hinaus sollen laut der Vorlage auch Parkhäuser nahe der Kurt-Eisner-Straße und dem dortigen S-Bahn-Haltepunkt entstehen. Im Sinne des Vorhabens "autoarmes Quartier" sollen in dem neuen Viertel kleine Shuttle-Busse mit Elektroantrieb verkehren, die keinen Fahrer benötigen.

Kritik an dem Entwurf kommt vom Bündnis "Stadt für alle". Wenn die Stadtbau AG so schnell wie möglich mit dem Bau von Wohnungen am Dösner Weg und der Kohlenstraße beginnen wolle, müsse sie sich zuvor verpflichten, dort auch dringend benötigte Sozialwohnungen zu bauen, so Roman Grabolle, Sprecher des Bündnisses, laut LVZ.

Das Areal am Bayerischen Bahnhof gehörte ursprünglich der Deutschen Bahn. Durch den City-Tunnel benötigt das Unternehmen die Flächen aber nicht mehr zum Rangieren oder für den Güterverkehr.

Nach jahrelangem Hin und Her zwischen der Stadt und dem Investor, der privaten Leipziger Stadtbau AG, präsentierten die Beteiligten im Oktober vergangenen Jahres einen Lösungsvorschlag.


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