Profi-Sportler vergewaltigen wehrlose Frau (24), doch das ist noch nicht alles!

Nairobi - Die bekannten Rugby-National-Spieler Alex Mahaga Olaba (23) und Lawrence Frank Wanyama (22) wurden in der vergangenen Woche von einem Gericht in Nairobi zu jeweils 15 Jahren Haft wegen Vergewaltigung verurteilt.

Die Frau wurde an ihrem Geburtstag in einem Apartment-Komplex vergewaltigt. (Symbolbild)
Die Frau wurde an ihrem Geburtstag in einem Apartment-Komplex vergewaltigt. (Symbolbild)  © 123RF/Artit Oubkaew

Wie "Nairobi News" berichtet, vergewaltigten die beiden Männer eine 24-jährige Musikerin am 9. August des vergangenen Jahres. Die junge Frau hatte an diesem Tag Geburtstag und feierte eine kleine Party.

Im Prozess erklärte der Anwalt der Sportler, dass seine Mandanten eigentlich gar nicht vor hatten, zu der Geburtstagsfeier ihres späteren Opfers zu gehen. Trotzdem tauchten sie dort auf, ob sie eingeladen waren, ist nicht bekannt. Gemeinsam mit der Gastgeberin hätten sie dann viel Alkohol getrunken.

Irgendwann habe sich die Frau entschieden, die Nacht in dem Apartment-Komplex zu verbringen, in dem sie auch feierte, weil sie inzwischen viel zu betrunken gewesen sei, um noch nach Hause zu fahren. In einem der Wohnungen sollen Olaba und Wanyama über die Frau hergefallen und sie vergewaltigt haben.

Doch das ist noch nicht alles!

Vor Gericht erklärte der Anwalt weiter, dass die Sportler aus bescheidenen Verhältnissen stammten und dass die Klägerin angeblich versucht habe, Geld von ihnen zu erpressen. Beweisen konnte er das nicht.

Eine Art "Vergewaltigungskultur" beim Rugby?

Im Weiteren versuchte der Verteidiger, das Gericht mit einer sehr rührseligen Geschichte zu beeindrucken: Er erklärte, dass die Angeklagten Rugby-Nationalspieler sind und für den Prozess die Uni abbrechen mussten. Einer von ihnen hätte sogar ein Stipendium für eine kanadische Universität erhalten, während der andere einen Vertrag mit einem finnischen Rugby-Club in Helsinki abgeschlossen habe.

Doch Zeugen hätten im Prozess ausgesagt, dass es Umfeld dieser Sportart eine Art "Vergewaltigungskultur" gebe. Richterin Martha Mutuku wies darauf hin, dass deshalb eine Strafe verhängt werden müsse, die auch andere mögliche Täter abschreckt.

Und auch die Staatsanwaltschaft forderte das Gericht auf, die bei sexuellen Straftaten gesetzlich vorgesehene Höchststrafe zu verhängen.

Und dem kam die Richterin nach! Martha Mutuku verurteilte Alex Olaba und Frank Wanyama zu jeweils 15 Jahren Haft. Sollten sie sich in dieser Zeit irgendetwas zu Schulden kommen lassen, kann das Urteil auch noch in eine lebenslange Haft umgewandelt werden.

Titelfoto: 123RF/Artit Oubkaew

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