Aufschrei im Livestream: Astronaut entsorgt Schrott einfach im Weltall

Weltall/Houston (USA) - Die NASA streamte die letzte Reparatur an der ISS live auf YouTube. Viele Zuschauer störten sich an einem krassen Szenario.

Ein Astronaut schwebt durch das Weltall (Symbolbild).
Ein Astronaut schwebt durch das Weltall (Symbolbild).  © 123RF/Andrey Armyagov

Astronauten um den Profi-Flieger Andrew Morgan reparierten gemeinsam mit dem erfahrenen Kollegen das Massenspektrometer AMS an der Internationalen Raumstation ISS.

Das Gerät kühlte nicht mehr richtig und musste deshalb aufwendig gewartet werden. Der über sechsstündige Einsatz wurde mit einer Operation am offenen Herzen verglichen.

Um den Erdlingen zu zeigen, was Astronauten immer wieder leisten, übertrug die NASA die Reparatur live auf YouTube. Der Stream hatte eine Dauer von knapp neun Stunden. Zu sehen waren die Astronauten, aber auch die Kommandozentrale in Houston (USA).

An einer Stelle des Streams störten sich aber besonders viele Zuschauer: Andrew Morgan musste ein Schutzschild entfernen, um an das Massenspektrometer zu kommen.

Da es zu groß war, um es an Bord ihres Shuttles zu nehmen, musste es der Astronaut hinter der ISS "abwerfen", wie er sagt. Doch die Aktion ist keine intergalaktische Umweltverschmutzung, wie viele Zuschauer zuerst befürchteten.

Weltraum-Schrott wird öfter auf diesem Weg entsorgt

Die NASA klärte auf: Das Schutzschild schwirrt aktuell nahe der ISS herum. Doch es nähert sich nach und nach der Erde und gelangt dann in eine Umlaufbahn.

In dieser verbleibt es aber nicht. Durch das relativ große Gewicht wird es auch immer näher an die Erde gezogen.

Man braucht sich dabei keine Sorgen zu machen. Weltraum-Schrott wird ab und zu so entsorgt, da es nie unseren Planeten erreicht.

Die Astronauten machen das nur dann, wenn es absolut nicht anders gehen sollte. Ansonsten nehmen sie defekte Teile in ihrem Shuttle mit zur Erde.

Bei dem Eintritt in die Erdatmosphäre verglühen die Teile. Auf der Erde kommt nichts mehr davon an. Für die Umwelt besteht dabei auch keine Gefahr.

Der Stream der letzten ISS-Reparatur auf YouTube

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