Hessens Flora ächzt unter der tropischen Hitze

Darmstadt/Frankfurt - Die Rasenflächen werden braun, Bäume und Büsche lassen traurig die Blätter hängen - die anhaltende Trockenheit setzt der Natur auch in den hessischen Großstädten zu.

Bäume und Wiesen brauchen bei der anhaltenden extremen Hitze besonders viel Wasser.
Bäume und Wiesen brauchen bei der anhaltenden extremen Hitze besonders viel Wasser.  © DPA/Christoph Schmidt

Darmstadt hat sogar schon seine Einwohner zur Mithilfe aufgerufen - sie sollen die Bäume in ihrer Nachbarschaft gießen. Die Pflanzen leiden derzeit nach Einschätzung auch anderer Grünflächenämter im Land ähnlich wie im Jahrhundertsommer 2003; ohne Bewässerung erwarten die Kommunen dauerhafte Schäden an der Vegetation.

In Frankfurt sind derzeit nach Auskunft des Grünflächenamts bis zu 25 Mitarbeiter täglich nur mit dem Wässern von rund 5000 jungen Bäumen entlang der Straßen und in den Parks beschäftigt. Bäume würden grundsätzlich nur bis zu ihrem fünften Jahr gegossen, anschließend müssten sie selbst zurecht kommen.

Man arbeite bereits an der Kapazitätsgrenze, sagte Bernd Roser vom Grünflächenamt. In Fulda sind die Gießarbeiten schon seit Ende Mai intensiviert worden und laufen zur Zeit auf Hochtouren, wie ein Stadtsprecher berichtete.

Zwar sind für diesen Donnerstag Gewitter in der Mitte und im Süden Hessens vorhergesagt. Die Folgen der Trockenheit könnten sie aber nicht ausgleichen, höchstens abmildern, sagte Agrarmeteorologe Harald Maier vom Deutschen Wetterdienst (DWD).

Problematisch sei, wenn Starkregen auf ausgetrockneten Boden falle, denn dann fließe das Wasser oberflächlich ab und könne nicht zu den Wurzeln vordringen.

Titelfoto: DPA/Christoph Schmidt


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0