Nazifrei erinnert an Nazi-Verbrecher in Dresden

Albrecht von der Lieth (l.) ist der neue Sprecher von „Dresden nazifrei“. Silvio Lang gibt das Amt auf.
Albrecht von der Lieth (l.) ist der neue Sprecher von „Dresden nazifrei“. Silvio Lang gibt das Amt auf.

Von Dominik Brüggemann

Dresden - Das Blockadebündnis „Nazifrei - Dresden stellt sich quer“ wird auch an diesem 13. Februar einen „Mahngang Täterspuren“ organisieren. Die Macher erinnern dabei an Orte und Wirkungsstätten Dresdner Nationalsozialisten.

Der Mahngang rückt in diesem Jahr das Thema Euthanasie in den Blickpunkt. Erste Station ist die heutige Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden. Hier lehrte bereits seit 1920 Ernst Philates Kuhn: „Seine gesundheits- und bevölkerungspolitischen Forderungen zielten auf eine bewusste ‚Auslese‘.

Nur die körperlich und seelisch gesunden Menschen sollten gefördert werden“, berichtete gestern Albrecht von der Lieht, Sprecher des Bündnisses, über den Programmpunkt. Der Mahngang führt von der HTW Dresden über den Postplatz zum Theaterplatz.

Die größte Aktion der AG 13. Februar wird die Menschenkette am Sonnabend sein. Sie soll sich um 18 Uhr schließen.

Bereits von 13 Uhr bis etwa 16 Uhr findet eine Bürgerbegegnung unter dem Titel „Gemeinsam Erinnern für Frieden, Demokratie und Menschenrechte“ im Haus an der Kreuzkirche statt.

„Gemeinsam soll an die Erfahrungen von Krieg, Gewalt und Unterdrückung erinnert werden. Gemeinsam soll diskutiert werden, was diese Erfahrungen für unsere Gegenwart bedeuten“, so die Veranstalter der AG 13. Februar vorab.

Auch eine Zeitzeugin des 13. Februar 1945 und Oberbürgermeister Dirk Hilbert (44, FDP) werden daran teilnehmen.

Foto: Holm Helis


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0