24-Stunden-Streik: NDR kündigt Änderungen im TV-Programm an

Hamburg/Hannover/Schwerin - Im Tarifkonflikt um höhere Gehälter und Honorare sind Beschäftigte des Norddeutschen Rundfunks (NDR) am Mittwoch in einen 24-stündigen Warnstreik getreten.

Beschäftigte nehmen in Hamburg an einem Warnstreik teil. (Archivbild)
Beschäftigte nehmen in Hamburg an einem Warnstreik teil. (Archivbild)  © Daniel Bockwoldt/dpa

"Die haben um sechs Uhr angefangen", sagte Lars Stubbe vom Verdi-Landesbezirk Hamburg der Deutschen Presse-Agentur.

Über die Auswirkungen auf das laufende Fernseh- und Hörfunkprogramm könne er noch nichts sagen.

Ähnlich äußerte sich ein NDR-Sprecher. Er hoffe, bis spätestens Mittag einen Überblick zu haben.

Auf seiner Homepage hatte der NDR bereits am Dienstag angekündigt, dass es streikbedingt wahrscheinlich zu Änderungen in den NDR-Programmen kommen werde.

Mit dem Warnstreik will die Gewerkschaft Verdi den Druck auf den Arbeitgeber erhöhen.

Sie fordert für die laut Verdi rund 3500 Beschäftigten und mehreren Tausend freien Mitarbeiter unter anderem Erhöhungen der Gehälter und Honorare um sechs Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Vorbild sei der Tarifabschluss im öffentlichen Dienst der Länder, der ein Plus von acht Prozent bei einer Laufzeit von 33 Monaten vorsieht. Verdi hatte bundesweit zu Warnstreiks aufgerufen. Die nächste Verhandlungsrunde finde am kommenden Dienstag statt.

Auch beim Bayerischen Rundfunk (BR) haben Redakteure und freie Journalisten am Mittwoch ihre Arbeit niedergelegt (TAG24 berichtete). Besonders betroffen waren die Radiosender B5 aktuell, Bayern 2 und BR Klassik.

Ein Plakat mit der Aufschrift "Streik" wird vor dem Funkhaus des bayerischen Rundfunk aufgehängt
Ein Plakat mit der Aufschrift "Streik" wird vor dem Funkhaus des bayerischen Rundfunk aufgehängt  © Peter Kneffel/dpa

Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa

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