Irre: Dieser Zebrastreifen endet in einer Wiese!

Stuttgart - Ein provisorisch angelegter Fußgängerüberweg in Neckartailfingen am Neckar (Baden-Württemberg) sorgt für Irritationen.

Eltern hatten Sorge um ihre Kinder, also griff man zum Provisorium.
Eltern hatten Sorge um ihre Kinder, also griff man zum Provisorium.  © DPA

Da der Zebrastreifen auf einer Seite nicht etwa auf einem Gehweg, sondern direkt an einem Grünstreifen endet, haben darüber verschiedene Medien berichtet.

Dabei ist der auf Asphalt gemalte Zebrastreifen aus Sicht des Bürgermeisters Gerhard Gertitschke (parteilos) Teil einer pragmatischen Lösung.

Denn dort, wo er über eine Fahrbahn führt, gibt es erst seit Kurzem eine Wohnbebauung und einen Gewerbebetrieb. Da Kinder die Straße auf ihrem Weg in die Grundschule nutzen, habe sich die Kommune nach einigem Hin und Her dazu entschieden, provisorische Gehwege anzulegen. "Eltern hatten sich um die Kinder gesorgt, da nun mehr Verkehr zu erwarten ist", sagte der Rathauschef.

Dem provisorischen Gehweg habe das zuständige Landratsamt in Esslingen zugestimmt. Damit die Mädchen und Jungen auch die Straßenseite wechseln könnten, habe man noch einen Zebrastreifen aufgemalt. Der führt nun zu einem etwa zwei Meter breiten Grünstreifen. Über den gelangt man direkt auf eine Fahrrad- und Fußgängerbrücke.

Über die Neckarbrücke wiederum lässt sich der Ortsteil Flecken erreichen. "Die Kinder haben den Weg über den Grünstreifen angenommen und schnell verstanden. Sie laufen einfach über diese zwei Meter Grünfläche", sagte der Rathauschef. Das sei ganz unkompliziert.

Nur ein kurzes Stück über die Grünfläche, dann erreicht man den Fußweg zur Neckarbrücke.
Nur ein kurzes Stück über die Grünfläche, dann erreicht man den Fußweg zur Neckarbrücke.  © DPA

Titelfoto: DPA


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